Ulten: Höhenweg, Kulturerbe und Schwemmalm
Unterkünfte in Ulten
Ulten verbindet einen markanten Weitwanderweg mit bäuerlicher Kultur, historischen Kirchen und saisonal unterschiedlichen Erlebnissen an der Schwemmalm. Wer seinen Aufenthalt nach Landschaft, Geschichte oder Aktivitäten auswählt, findet hier mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte: Der Ultner Höhenweg erschließt das Ultental auf einer fast 50 km langen Rundwanderung, während Museen, Höfe und Kirchen Einblicke in die Entwicklung des Tals geben. Im Sommer ist die Schwemmalm ein Treffpunkt für Wanderer, Paraglider und Mountainbiker; im Winter ist sie ein schneesicheres Skigebiet für geübte Skifahrer und Familien.
Der Ultner Höhenweg durch das Ultental
Der mit der Wegmarkierung Nr. 12 gekennzeichnete Ultner Höhenweg ist eine fast 50 km lange Rundwanderung im Ultental. Für die vollständige Strecke sind zwei bis drei Tage vorgesehen. Damit unterscheidet sich der Weg deutlich von einem kurzen Ausflug: Er verbindet mehrere Wandertage zu einer zusammenhängenden Route und richtet sich an Reisende, die das Tal über einen längeren Verlauf erleben möchten. Der Höhenweg führt mitten durch den Nationalpark Stilfserjoch weiter zur Haselgruber Hütte und zu den Haselgruber Seen. Diese beiden benannten Ziele gehören zum Verlauf der Wanderung und geben der Route neben ihrer Länge weitere konkrete Orientierungspunkte. Ergänzend prägen die Ultner Urlärchen den Landschaftscharakter. Sie wurden 1979 unter Schutz gestellt und stabilisiert.Kirchen, Höfe und das frühere Leben im Tal
Die Kulturziele in Ulten verteilen sich auf unterschiedliche Orte und erzählen von religiöser Geschichte ebenso wie vom bäuerlichen Alltag. Die gotische Kirche San Maurizio steht auf einem Hügel auf 1.632 m Höhe und gilt wahrscheinlich als älteste Kirche des Tals. Die gotische Kirche San Nicolò wurde erstmals 1338 urkundlich erwähnt und besitzt einen neugotischen Flügelaltar mit bemerkenswerten Skulpturen. Auch die traditionellen Hofanlagen bewahren besondere Bauformen: Dazu gehörten ein auf Mauern errichtetes Blockbau-Feuerhaus und ein aus Rundholz gebautes Futterhaus. Beide waren mit Schindeln gedeckt, und diese Bauweise ist bis heute erhalten. Im Ultner Talmuseum in St. Nikolaus wird das frühere bäuerliche Leben des Ultentals anschaulich. Eine Bauernstube, eine Räucherküche, eine Schlafkammer und eine Milchkammer zeigen, wie die Menschen einst wohnten und arbeiteten. Führungen im Ultner Talmuseum sind auf Anfrage täglich möglich. In St. Gertraud befindet sich außerdem das Besucherzentrum Lahnersäge in einer jahrhundertealten Säge. In dieser Säge brachten die Bauern des Ultentals bis in die 1980er-Jahre ihr Holz zum Sägen. Im Besucherzentrum Lahnersäge stehen die Bedeutung und die Funktionen des Waldes für Mensch und Natur im Mittelpunkt.Sommer und Winter an der Schwemmalm
Die Schwemmalm bietet je nach Jahreszeit einen unterschiedlichen Schwerpunkt. Im Sommer ist sie ein beliebter Treffpunkt für Wanderer, Paraglider und Mountainbiker. Im Winter ist sie ein schneesicheres Skigebiet für geübte Skifahrer und Familien. Wer zwischen einer Reisezeit für Wandern, Mountainbiking oder Wintersport wählt, kann diese saisonale Unterscheidung bei der Planung berücksichtigen, ohne die Angebote der Schwemmalm gleichzusetzen.Regionale Produkte und Veranstaltungen
Zur kulinarischen Seite Ultens gehören die Veranstaltungsreihe Ultner Genuss und der Bauernmarkt Zuanochten. Bei Ultner Genuss werden inmitten der Ultner Natur regionale Spezialitäten verkostet. Auf dem Bauernmarkt Zuanochten präsentieren Bauern aus Ulten und dem Deutschnonsberg ihre Qualitätsprodukte. So ergänzen regionale Lebensmittel und Veranstaltungen die Wander-, Kultur- und Wintersportthemen um einen weiteren konkreten Blick auf das Tal. Weitere Ziele für den persönlichen Vergleich sind Dorf Tirol, Unsere Liebe Frau Im Walde-St. Felix, Moos in Passeier, San Leonardo In Passiria, Algund, Nals, Tisens und San Pancrazio.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burggrafenamt.
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