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Meraner Musikwochen

Die Meraner Musikwochen – heute südtirol festival meran – verbinden große Orchesterabende mit Barock, Kammermusik, Vokalkunst und Crossover. Die Konzertreihe gehört zur kulturellen Geschichte der Kurstadt und nutzt neben dem Kursaal auch Kirchen, Schlösser und weitere Orte im Meraner Raum. Das Programm 2026 ist abgeschlossen; für 2027 ist die 42. Ausgabe angekündigt.

Kurzfakten zu den Meraner Musikwochen

  • Die Konzertreihe wurde 1986 gegründet und knüpft an die Musikgeschichte der Kurstadt an.
  • Der Kursaal ist eine zentrale Bühne für Orchester- und Eröffnungskonzerte.
  • Das Programm verbindet sinfonische Musik, Barock, Kammermusik, Vokalkunst und Crossover.
  • Historische Spielorte wie Schloss Schenna und Castel Katzenzungen ergänzen die Meraner Säle.
  • 2027 findet laut Veranstalter die 42. Ausgabe statt; das Programm wird im Januar veröffentlicht.

Von den Meraner Musikwochen zum südtirol festival meran

Die Reihe begann 1986 zum 150. Geburtstag Merans als Kurstadt. Sie setzte eine ältere Musiktradition fort: Beim Meraner Musikfest von 1922 sang Lotte Schöne ein Liedprogramm von Richard Strauss, 1923 dirigierte Bruno Walter das Meraner Kurorchester. Diese Verbindung aus Musik und Kurstadtgeschichte prägt die heutige Reihe weiter. Das Festival spricht klassische Konzertgäste an, öffnet sich aber bewusst auch anderen Stilrichtungen. Der Veranstalter beschreibt das Spektrum von Barock über Klassik und Romantik bis Jazz und Fusion.

Die Konzertorte geben diesem Profil einen eigenen Rahmen. Der prächtige Kursaal ist das repräsentative Zentrum für große Konzertabende; das Stadttheater, gotische Kirchen und Schlösser schaffen andere akustische und räumliche Situationen. In der Vergangenheit und in einzelnen Programmen gehören auch Schloss Tirol, Schloss Schenna, die Pfarrkirche in Niederlana und der Thermenplatz zu den Spielorten. Das Festival ist deshalb sowohl eine Konzertreihe als auch eine Möglichkeit, Merans historische Räume und sein Umland als Kulturorte zu erleben. Das ausführliche Profil von Musikfestivals in Südtirol ordnet die Reihe neben Jazz und zeitgenössischen Formaten ein.

Welche Konzertreihen und Klangfarben gehören dazu?

„Classic“ bündelt sinfonische Abende und große Orchesterbesetzungen. Das 2026er Programm eröffnete am 20. August im Kursaal mit dem Kammerorchester Basel unter Bar Avni; auf dem Programm standen unter anderem Mozart, Haydn, Fazıl Say, Beethoven und Schostakowitsch. Solche Abende bieten den breiten Orchesterklang als Zentrum und führen verschiedene Epochen in einem Konzert zusammen.

„Barocco“ richtet den Blick auf ältere Musik und Ensembles, die sich auf historische Repertoires konzentrieren. „Matinée classique“ setzt kammermusikalische Akzente, während „Vox Humana“ Vokalensembles und A-cappella-Programme hervorhebt. „Colours of Music“ verbindet klassische Besetzungen mit anderen musikalischen Einflüssen; im offiziellen Programm 2026 fanden sich dort etwa Bill Laurance sowie Daniel Hope mit Lúnasa. „Young Artists Portrait“ stellt jüngere Ensembles vor. Im selben Programm spielte das NOVO Quartet am 23. August im Schloss Schenna und am 25. August auf Castel Katzenzungen bei Prissian. Die Reihe schafft so eine Auswahl zwischen großem Orchester, kleiner Besetzung, Stimme und genreübergreifenden Projekten.

Die Rubriken ordnen unterschiedliche musikalische Interessen. Manche Konzerte erscheinen unter einem eigenen Titel wie „Mystica“ oder als „Open Concert“. Bei einer Auswahl zählen neben dem Namen der Reihe auch Besetzung, Werkprogramm und Veranstaltungsort. Ein Orchesterabend im Kursaal setzt einen anderen Akzent als ein Streichquartett in einem Schloss oder eine Vokalaufführung in einer Kirche.

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Das Programm 2026: Kursaal und Spielorte im Meraner Land

Im archivierten Kalender 2026 reicht die Konzertfolge vom Eröffnungsabend am 20. August bis zum Schlusskonzert am 22. September. Letzteres war im Kursaal mit Werken von Wilhelm Stenhammar, Tschaikowsky und Brahms angesetzt. Zwischen diesen Abenden verband das Programm sinfonische Konzerte in Meran mit kleiner besetzten Auftritten in den umliegenden Orten.

Der Kursaal liegt in der Innenstadt und prägt als repräsentativer Konzertsaal viele große Abende. Andere Veranstaltungsorte geben der Musik ein deutlich anderes Umfeld: Ein Schlosskonzert bringt die Architektur des historischen Hauses in die Atmosphäre ein, während Kirchenprogramme die Musik in einen sakralen Raum stellen. Für Gäste kann so schon die Wahl des Spielortes den Charakter des Abends bestimmen.

Der Kalender der Veranstaltungen in Südtirol ergänzt den Konzertbesuch um weitere Termine; die Museen Südtirols bieten Anregungen für den Tag.

So passt ein Konzert in den Aufenthalt

Ein Konzertbesuch lässt sich gut nach Musikinteresse und Spielort auswählen. Wer eine sinfonische Besetzung hören möchte, orientiert sich an der Rubrik „Classic“ und dem Kursaal; für kleinere Ensembles bieten sich Kammermusik und „Young Artists Portrait“ an. Vokalfreunde können nach „Vox Humana“ suchen, während „Colours of Music“ Crossover-Formate bündelt. Die Beschreibungen des jeweiligen Abends geben Auskunft über Werke, Mitwirkende und Ort.

Bei Konzerten außerhalb des Stadtzentrums gehört der Veranstaltungsort früh in die Tagesplanung. Schloss Schenna liegt in Schenna, Castel Katzenzungen in Prissian. Ein Konzert dort verbindet den Musikabend mit einem Ziel im Meraner Umland. Die Spielstätten unterscheiden sich in ihrer Architektur ebenso wie im Umfeld des Konzertbesuchs. Für die nächste Saison ist die 42. Ausgabe 2027 bestätigt; das Programm soll im Januar erscheinen.

Häufige Fragen zu den Meraner Musikwochen

Welche Bedeutung hatte Richard Strauss für die frühen Meraner Musikfeste?

1922 begleitete Richard Strauss im Stadttheater die Sopranistin Lotte Schöne in einem Programm eigener Lieder. Dieses erste Meraner Musikfest gehört zu den historischen Vorläufern, an die die 1986 gegründeten Musikwochen anknüpften.

Gibt es klassische Konzerte am Vormittag?

Ja, die Reihe „Matinée classique“ widmet sich Kammermusik und musikalischen Lesungen am Samstagvormittag. Im Kalender 2026 waren unter anderem am 5. und 19. September Konzerte um 11 Uhr im Stadttheater und am 12. September um 11 Uhr im Pavillon des Fleurs angesetzt.

Wann wird das Programm 2027 veröffentlicht?

Der Veranstalter kündigt die Veröffentlichung des Programms der 42. Ausgabe für Januar 2027 an.