Antermoia am Fuß des Pütia
Antermoia liegt auf 1.515 Metern über dem Meeresspiegel am Fuß des Pütia, eines markanten Massivs der Dolomiten. Der Ort verbindet eine ausgeprägte Berglage mit Wegen zum Würzjoch, Waldlandschaften rund um Börz, historischen Bezügen und winterlichen Angeboten. Wer Antermoia als Reiseziel auswählt, findet damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Wandertage, Kultur und alpine Aktivitäten.
Landschaft zwischen Pütia, Börz und Valdander
Am Ortsrand von Antermoia liegen die traditionellen Valdander-Bäder in einer engen, bewaldeten Schlucht. Etwa 100 Meter von den Bädern entfernt entspringt eine Mineralquelle aus dem Kalkgestein der Bellerophon-Schichten. Ihr alkalisch-erdiges Wasser gilt als tonisierend und heilend. Die Naturlandschaft um Börz und den Würzjoch-Pass liegt am Eingang des Naturparks Puez-Geisler. Von Börz führt eine Rodelbahn in Richtung Antermoia hinunter. Im Sommer dient diese Strecke als entspannter Spazierweg durch die Wälder am Fuß des Pütia. Im Winter ermöglichen Aufstiegsanlagen in Antermoia den alpinen Skilauf; um Börz steht außerdem eine Langlaufeinrichtung zur Verfügung.Zwei dokumentierte Wege zum Würzjoch
Von der Handwerkerzone in Antermoia führt eine etwa 4 Kilometer lange Wanderroute mit 500 Höhenmetern im Aufstieg in ungefähr 1 Stunde und 45 Minuten zum Würzjoch. Eine zweite Route beginnt an der Talstation des Skilifts in Antermoia und verläuft über den Wanderweg Nr. 8 und Fornela ebenfalls 4 Kilometer bis zum Würzjoch. Für diese Strecke sind 480 Höhenmeter im Aufstieg und ungefähr 1 Stunde und 30 Minuten angegeben. Die beiden Routen unterscheiden sich damit vor allem durch ihren Ausgangspunkt, die angegebene Wegführung und den Höhenunterschied. Der Wanderweg Nr. 8 beginnt gegenüber der Kirche von Antermoia und führt bis zur Brücke bei Fidelis. Zusätzlich ist der Weg Antermoia–Plaza–Plan Murin–Fidelis–Antermoia im Sommer und im Winter begehbar. Für die Orientierung vor Ort stehen damit sowohl ein klar benannter Abschnitt des Weges Nr. 8 als auch eine jahreszeitlich übergreifende Verbindung mit mehreren Stationen zur Verfügung.Ortsgeschichte und die Kapelle Sant’Antonio Abate
Auch die Geschichte des Ortes ist in mehreren überlieferten Namen sichtbar. Historische Urkunden belegen für Antermoia die Namensformen „Undermoy“ aus dem Jahr 1263, „Antermoja“ aus dem Jahr 1482 und die ladinische Form „Antermeja“ aus dem Jahr 1883. Die Kapelle Sant’Antonio Abate in Antermoia war einst eine bedeutende Filialkirche. Mit ihr verbunden ist ein Ablassbrief aus dem Jahr 1500, der 100 Tage Ablass für den Besuch der Kapelle an bestimmten Festtagen, für die Beichte oder für eine Spende gewährte. Weitere Ziele zur regionalen Orientierung sind Stulles, Auna di Sotto, Petersberg, Pens, Prenn, Wipptal, Santa Maddalena und Riscone.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bozen.
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