Fundres: Kirche St. Martin und Pfunderer Höfeweg
Unterkünfte in Fundres
Fundres ist ein Weiler der Gemeinde Vandoies und liegt auf 1.158 Metern über dem Meeresspiegel. Für die Reiseplanung verbindet der Ort zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die Baugeschichte der Kirche St. Martin in Pfunders und den sechs Kilometer langen Pfunderer Höfeweg. Wer einen Aufenthalt auswählt, kann zunächst überlegen, ob sakrale Kunst und Ortsgeschichte oder eine Rundwanderung mit Höfen und Themenstationen stärker zum eigenen Interesse passen.
Kirche St. Martin: Baugeschichte und Fresken
Die Kirche St. Martin in Pfunders wird erstmals 1397 erwähnt. Der heutige Bau stammt aus den Jahren 1808 bis 1810; erhalten sind Teile des polygonalen Presbyteriums und die Fundamente des Glockenturms aus dem 14. Jahrhundert. Die Jahreszahl 1397 bezeichnet damit die erste Erwähnung, nicht das Entstehungsjahr des heutigen Baus. Die Baugeschichte umfasst mehrere Zeitebenen: Ältere erhaltene Bauteile stehen neben dem Bau des frühen 19. Jahrhunderts. Das Tonnengewölbe ist mit Fresken von Plazidus Altmutter geschmückt. Für Kulturinteressierte ergeben sich daraus verschiedene Aspekte: die frühe Erwähnung, ältere Bauteile, der spätere Bau und seine künstlerische Ausstattung.
Pfunderer Höfeweg als Rundwanderung
Der Pfunderer Höfeweg ist eine sechs Kilometer lange Rundwanderung. Sie beginnt am Sportplatz in Pfunders und führt an traditionellen Höfen vorbei. Zu den Stationen entlang der Route gehören der Feurerhof mit Eiskeller, das Zeitmuseum im Parthof, ein Kräutergarten, eine Zeitleiste mit Drehwürfelhals, ein Holzxylophon sowie die Hofschank Wieserhof. Interaktive Stationen gehören ebenfalls zum Weg. Die Mischung aus Höfen, Museum, Garten und interaktiven Elementen gibt der Runde mehrere thematische Anknüpfungspunkte. Die Längenangabe bietet einen konkreten Maßstab für die Tagesplanung; die Runde lässt sich als eigener Wanderbaustein neben den kulturellen Stationen einordnen. Das Zeitmuseum im Parthof ist nur mit Führung zu besichtigen. Wer es einbeziehen möchte, sollte vorab die aktuellen Möglichkeiten für eine Führung prüfen.
Bräuche in Pfunders
Die Ortsgeschichte zeigt sich auch in örtlichen Bräuchen. Maskierte Burschen zogen in Pfunders von Hof zu Hof, um bei den Bäuerinnen Roggenkrapfen zu erbetteln. Zu Allerheiligen zogen Teilnehmer in der Dunkelheit durchs Dorf und baten um Krapfen, weitere Speisen und Getränke. Der Kirschta in Pfunders erinnert an den Weihetag der Kirche. Diese kulturellen Bezüge ergänzen den Blick auf St. Martin: Neben Baugeschichte und Fresken kommen gemeinschaftliche und kirchliche Traditionen in den Blick.
Anreise mit dem Bus
Bus 418 verbindet den Bahnhof Vintl mit Fundres (Schattseite). Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das ein konkreter Bezugspunkt; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan, da Buslinien und Fahrpläne sich ändern können. Busverbindung und Start des Höfewegs beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Der Bus verbindet Bahnhof und Fundres (Schattseite), die Rundwanderung beginnt am Sportplatz in Pfunders.
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