Gargazon: Obstwiesen, Kultur und Kröllturmrunde
Unterkünfte in Gargazon
Gargazon liegt eingebettet in den Obstwiesen des Etschtales. Der Ort verbindet eine klar erkennbare Geschichte als Grenzdorf mit Pfarrkirchen, einer erhaltenen Burgruine, dem Naturbad Gargazon und Wegen, die Obstbau und Landschaft miteinander verknüpfen. Wer Südtirol nicht nur über große Ausflugsziele, sondern über Ortsbild, regionale Kultur und konkrete Unternehmungen kennenlernen möchte, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Kirchen und Grenzgeschichte
Die alte Pfarrkirche „Zur Geburt Johannes des Täufers“ in Gargazon wird erstmals 1337 erwähnt. Die neue Pfarrkirche von Gargazon wurde zwischen 1900 und 1930 im historisierenden Stil der Neuromanik und Neugotik erbaut und ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Damit liegen im Ortsbild zwei kirchengeschichtliche Bezugspunkte mit deutlich unterschiedlicher Entstehungszeit. Auch der Kröllturm gehört zur historischen Prägung Gargazons. Er ist als Ruine eines ehemaligen Schlosses erhalten. Der Kröllturm diente vermutlich als Wachturm an der Grenze. Gargazon war im Laufe seiner Geschichte stets ein Grenzdorf. Der Turm ist deshalb nicht nur ein einzelnes historisches Bauwerk, sondern steht zugleich für die Grenzgeschichte des Ortes.Naturbad und Apfelkultur
Das Naturbad Gargazon liegt in der Sportzone von Gargazon in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Gargazon. Es ist 12.000 m² groß und verzichtet vollständig auf eine chemische Wasserreinigung. Für Kinder verfügt das Naturbad über einen natürlich angelegten Bachlauf mit Kleinkinderbecken. Diese konkreten Merkmale unterscheiden das Bad von einem klassischen Schwimmbad und machen es zu einem eigenständigen Ziel innerhalb des Ortes. Eine andere Seite der Landschaft zeigt der Apfellehrpfad. Zu ihm gehören Informationstafeln, ein Schotterweg, eine einladende Einfahrt, ein Picknickplatz und ein Apfelkunstwerk. Der Lehrpfad wurde durch alte Apfelbäume inspiriert, deren Sorten die Geschichte des Obstbaus im Etschtal im 20. Jahrhundert erzählten. Die Früchte der im Apfellehrpfad angebauten Sorten werden für Verkostungen verwendet. So bleibt der Obstbau hier nicht nur landschaftlicher Hintergrund, sondern wird über Sorten, Information und Geschmack vermittelt.Kröllturmrunde und Wasserfall
Die Kröllturmrunde ist eine familienfreundliche Genusswanderung mit Rastplätzen, darunter Plätze mit Liegen und Sitzgelegenheiten. Sie führt vom Dorfplatz in Gargazon zum Kröllturm und bietet Zugang zum Wasserfall sowie einen Ausblick auf ihn. Ein markantes Naturdetail ist dabei das Wasser des Aschler Baches: Es stürzt 47 Meter senkrecht in die Schlucht. Die Runde verbindet damit mehrere unterschiedliche Eindrücke, ohne den historischen Bezug des Kröllturms von der Landschaft zu trennen. Für die weitere Ortsorientierung können Sie außerdem die Seiten von [[Riffian]], [[Sankt Martin In Passeier]], [[Cermes]], [[Verano]], [[Partschins]], [[Marling]], [[San Pancrazio]] und [[Tisens]] aufrufen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burggrafenamt.
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