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Lengstein – Kultur und Wege am Rittner Hochplateau

Unterkünfte in Lengstein

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lengstein liegt als Longostagno am östlichen Rand des sonnigen Rittner Hochplateaus auf 970 Metern Höhe. Der Ort verbindet Wege durch die Landschaft mit einer bemerkenswerten Dichte an Kirchen, Kapellen und historischen Spuren. Wer eine Reise nach Lengstein plant, kann den Aufenthalt deshalb zwischen einer längeren Wegstrecke und gezielten Kulturzielen aufteilen.

Zu Fuß durch Longostagno

Eine wichtige Orientierung für Wandernde ist der Kastanienweg. Er verläuft von Bozen bis nach Brixen und führt durch Longostagno. Damit lässt sich der Ort in einen größeren Wegverlauf einordnen, ohne dass der Kastanienweg auf einen kurzen Rundgang innerhalb des Ortes reduziert werden sollte. Der Rundweg Giro di Longostagno verbindet die genannten Orte und dauert etwa drei Stunden. Die ungefähre Dauer sollte bei der eigenen Planung berücksichtigt werden.

Diese beiden Wegbezüge eröffnen unterschiedliche Arten, Lengstein kennenzulernen: Der Kastanienweg führt durch Longostagno als Teil einer längeren Verbindung, während der Giro di Longostagno die örtlichen Ziele in einem Rundweg zusammenführt. Wer Kultur und Bewegung verbinden möchte, kann die Kirchen und Kapellen mit einer dieser Wegperspektiven kombinieren.

Kapelle Sant'Andrea bei Antlas

Die Kapelle Sant'Andrea bei Antlas in Longostagno steht oberhalb des Eisacktals, nahezu unmittelbar über der Eisackschlucht. Sie ist für ihre gotischen Fresken aus den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts bekannt. Zu den Darstellungen gehört der heilige Christophorus, der Christus auf seinen Schultern trägt. Auch der Standort selbst verweist auf eine ältere Vergangenheit: Dort befanden sich früher Kultstätten oder prähistorische Siedlungen.

Für einen Besuch im Jahr 2026 gelten konkrete Zeiten. Vom 1. April bis zum 6. Dezember 2026 kann die Kapelle jeden Samstag von 10 bis 11 Uhr kostenlos besichtigt werden. Eine Reservierung ist bis 11:30 Uhr am Vortag erforderlich. Wer die Fresken sehen möchte, sollte diesen Zeitrahmen bei der Ausflugsplanung berücksichtigen.

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Santa Verena und die Geschichte des Ortes

Bei Pietrarossa in Longostagno liegt die Kirche Santa Verena. Über der Nordseite des Eisacktals bietet sie einen außergewöhnlichen Blick auf das Schlernmassiv. In ihrer Nähe wurden Spuren der ältesten prähistorischen Siedlungen auf dem Ritten gefunden. Die Kirche ist außerdem der einzige Kultort in Tirol, der der heiligen Verena geweiht ist. Ihre erste offizielle urkundliche Erwähnung stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Auch für Santa Verena gelten vom 1. April bis zum 6. Dezember 2026 feste Besuchszeiten: Die Kirche kann jeden Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 11 Uhr kostenlos besichtigt werden. Die Reservierung muss bis 11:30 Uhr am Vortag erfolgen. So lassen sich die beiden Sakralorte nach ihren jeweiligen Öffnungstagen in die Reiseplanung einordnen.

Pfarrkirche von Longostagno

Die Pfarrkirche von Longostagno ist der heiligen Ottilia geweiht. Ihre erste dokumentierte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1177. Das heutige Erscheinungsbild geht auf den Bau im 14. Jahrhundert und eine Erweiterung im Jahr 1876 zurück. Gemeinsam mit Sant'Andrea und Santa Verena macht sie sichtbar, wie stark die Ortsgeschichte mit religiösen Bauwerken und unterschiedlichen Zeitebenen verbunden ist.

Die Wege geben dem Tag eine aktive Struktur, während Fresken, Kirchenbau und prähistorische Spuren eigene kulturelle Schwerpunkte setzen. Für die weitere räumliche Orientierung in Südtirol bieten sich außerdem Völs Am Schlern, Welschnofen, Sarentino, Karersee, Karneid, St. Ulrich In Gröden, Deutschnofen und Wolkenstein In Gröden an.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salten-Schlern.

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