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Sexten: Fischleintal, Dolomiten und gelebte Geschichte

Unterkünfte in Sexten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sexten verbindet den direkten Zugang zu den Drei Zinnen mit Winterwegen, Bergsport und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Besonders prägend ist das Fischleintal: Es liegt im geschützten Naturpark Drei Zinnen und ist ein Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Bergtouren im UNESCO-Welterbe Dolomiten. Wer zwischen Naturerlebnissen, Wintersport, Kultur und regionaler Küche wählen möchte, findet hier sehr unterschiedliche Reiseanlässe in einem klar umrissenen Südtiroler Ortsraum.

Fischleintal, Winterwege und Berglandschaft

Ein knapp 4,5 Kilometer langer Weg verläuft im Fischleintal zwischen Bad Moos und der Talschlusshütte. Für die winterliche Reiseplanung sind außerdem die zahlreichen bestens präparierten Winterwanderwege in und rund um Sexten relevant, die ohne spezielle Ausrüstung begangen werden können. Eine besondere Orientierung innerhalb der Landschaft bietet der aus Dolomitgestein bestehende Markierungspunkt Zeitstein zwischen dem Haus der Berge und Moos. Dort werden die Berggipfel im Zusammenhang mit dem Lauf der Sonne erklärt.

Auch für Wintersport ist die Ortslage mit mehreren Einstiegsmöglichkeiten in das Skigebiet 3 Zinnen Dolomiten verbunden: Zur Auswahl stehen die Helmjet-Talstation, Rotwand, Stiergarten und der Kreuzbergpass. Von jeder Aufstiegsanlage in Sexten aus können mit einem einzigen Ticket ohne Unterbrechung alle Pisten und Abfahrten der Skiberge Helm, Rotwand, Stiergarten und Kreuzbergpass befahren werden. Ergänzend gibt es in der Sextner Dolomitenwelt Klettergärten, Kletterrouten und gesicherte Klettersteige mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Zustiege zu Klettersteigen befinden sich am Kreuzbergpass, an den Rotwandwiesen und im Fischleintal. Die Kletterhalle Dolomitenarena ist 18,5 Meter hoch und verfügt für die Wintersaison über eine Kletterfläche von 1.800 m².

Geschichte und Kultur rund um Sexten

Sexten war ein deutschsprachiges und deutsch geprägtes Dorf des damaligen Kaiserreichs, das direkt an der Frontlinie des Ersten Weltkriegs lag. Informationstafeln und Führungen des ONLUS-Vereins Bellum Aquilarum vermitteln die Geschichte und die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf Sexten. Auf der Rotwand liegt auf 2.150 Metern Höhe das Freilichtmuseum Anderter Alpe, das den Ersten Weltkrieg in den Sextner Dolomiten erlebbar macht.

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Die Alpingeschichte von Sexten beginnt mit den legendären Erstbesteigungen von 1869 bis 1890. Einen künstlerischen Zugang bietet das Rudolf-Stolz-Museum mit mehr als 160 Werken des Malers Rudolf Stolz in zwei Ausstellungsräumen. In Moos steht die 1679 erbaute St.-Josef-Kirche. Nach ihrem Wiederaufbau wurde sie mit eindrucksvollen Fresken des Südtiroler Künstlers Rudolf Stolz ausgestattet. Auch die bäuerliche Vergangenheit ist im Ortsbild ablesbar: Viele alte Bauernhöfe tragen das Erbhof-Schild als Zeichen für mehr als 200 Jahre Familienbesitz.

Besinnungsweg, Küche und Anreise

Der Besinnungsweg führt durch die Sextner Wälder und umfasst 14 Stationen. Er verläuft von der Pfarrkirche Sexten zur Waldkapelle auf 1.552 Metern Höhe. Eine kulinarische Besonderheit sind Schlutzkrapfen, halbmondförmige Teigtaschen, die in der gesamten Südtiroler Küche typisch sind. In Sexten werden sie traditionell mit fein gestampften Kartoffeln, den „Eadeipfl“, statt mit Spinat und Topfen gefüllt.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt die Buslinie 446 aus Richtung Innichen bis zur Haltestelle „Sexten Hauptplatz“. Weitere Orte auf derselben Ebene: [Olang](Olang), [Gsies](Gsies), [Badia](Badia), [Luttach](Luttach), [Pfalzen](Pfalzen), [Predoi](Predoi), [San Vigilio](San Vigilio), [Wengen](Wengen).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pustertal.

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