Solda: Hochgebirge, Wege und Kultur am Ortler
Solda im hochalpinen Umfeld des Ortlers
Solda ist ein hochalpines Bergdorf auf etwa 1.900 Metern Höhe. Einer der prägenden Bezugspunkte ist der Nationalpark Stilfserjoch: Solda ist einer der Zugänge zu dessen Wandergebieten. Rund um das hochalpine Feriendorf erstrecken sich etwa 115 Kilometer Wanderwege. Damit bietet der Ort einen klaren Schwerpunkt für Reisende, die ihre Tage zwischen Wegen im Talraum, hochalpinen Landschaften und markanten Bergen einordnen möchten. Zum Landschaftsbild gehört der Gletscherweg Sulden. Er verläuft am Fuß der Königsspitze, des Zebrù und des Ortlers und richtet den Blick damit auf drei bedeutende Gipfel der Umgebung. Die Route steht für die hochalpine Seite Soldas, während andere Wege näher am Dorf oder in der Talsohle verlaufen. Eine besondere Verbindung in die benachbarte Bergwelt schafft die Wanderung über das Madritschjoch: Sie verbindet das Martelltal mit Solda und führt durch eindrucksvolle Hochgebirgslandschaften im Nationalpark Stilfserjoch.Wege mit unterschiedlichem Charakter
Eine kompaktere Orientierung innerhalb des Ortes bietet die Kulturpromenade Sulden. Der Rundweg ist etwa 7 Kilometer lang und verläuft in der Talsohle von Solda. Seine ungefähre Länge und sein Verlauf unterscheiden ihn deutlich von den weiter ausgreifenden Wanderwegen rund um das Feriendorf und von der Wanderung über das Madritschjoch. Wer verschiedene Landschaftsräume miteinander vergleichen möchte, findet in Solda daher nicht nur einen einzigen Wegetyp: Zur Auswahl stehen ein Rundweg im Talraum, Wege in den Wandergebieten des Nationalparks und eine Verbindung über das Madritschjoch zwischen zwei Tälern.Eis, Ortlergebiet und Ortsgeschichte
Solda hat neben der Berglandschaft auch eigenständige kulturelle Ziele. Das MMM Ortles ist ein unterirdisches Museum in Solda am Ortler und widmet sich dem Eis. Zum Museum gehört außerdem die weltweit größte Sammlung von Gemälden des Ortlergebiets. Damit setzt das MMM Ortles einen besonderen Schwerpunkt auf die Wahrnehmung und Darstellung des Eises sowie auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der umliegenden Bergwelt. Ein weiteres historisches Zeichen des Ortes ist die Alte Pfarrkirche Sulden. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet; ihre heutige Form stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zusammen mit dem MMM Ortles erweitert sie den Aufenthalt um zwei sehr unterschiedliche kulturelle Perspektiven: auf der einen Seite die Geschichte eines Sakralbaus, auf der anderen die Beschäftigung mit Eis und dem Ortlergebiet.Winterliche Aktivitäten
Auch im Winter bleibt das Angebot nicht auf eine einzige Form des Bergsports beschränkt. In Solda werden Winterwanderungen und Schneeschuhwanderungen angeboten. Außerdem wird Eisklettern angeboten. Diese Aktivitäten setzen unterschiedliche Schwerpunkte, ohne dass sie zu einem einheitlichen Erlebnis zusammengefasst werden müssen: Winterwanderungen und Schneeschuhwanderungen erschließen die kalte Jahreszeit zu Fuß, während Eisklettern den direkten Bezug zu gefrorenen Berglandschaften herstellt. Für die räumliche Orientierung im Südtiroler Umfeld führen außerdem Verweise nach Vals, Pustertal, Kardaun, Kurzras, Oberinn, Anterselva di Sopra, Verschneid und Santa Valburga.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bozen.
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