Völs Am Schlern – Weiher, Wege und Kulturgeschichte
Unterkünfte in Völs Am Schlern
Völs am Schlern verbindet eine markante Höhenspreizung der Landschaft mit Wasser, Wanderwegen und Kulturorten. Weinberge auf 315 Metern Höhe und Almwiesen auf 2.564 Metern bilden die beiden Endpunkte dieser beschriebenen Landschaft. Für die Urlaubsplanung ist das mehr als ein Landschaftsbild: Der Ort lässt sich über saisonale Aktivitäten am Völser Weiher ebenso einordnen wie über Bauwerke, archäologische Themen und regionale Kultur. Welche Seite stärker ins Gewicht fällt, hängt davon ab, wie Reisende ihre Tage gestalten möchten.
Völser Weiher und Wanderwege
Der Völser Weiher liegt im Herzen des Naturparks Schlern-Rosengarten. Rund um den See gibt es einen öffentlichen Badesteg und eine grüne Liegewiese. Im Sommer wird der Weiher zum Schwimmen, im Winter zum Eislaufen genutzt. Die beiden Aktivitäten markieren unterschiedliche saisonale Anlässe für einen Besuch; wer den See in die Planung aufnimmt, sollte die Bedingungen am vorgesehenen Besuchstag berücksichtigen.
Eine Wanderung zur Tuffalm beginnt direkt am Völser Weiher. Der 7 Weiher Weg setzt einen anderen räumlichen Akzent: Er verbindet am Fuße des Schlern zwischen Völser Aicha und St. Konstantin sieben Weiher. Abschnitte verlaufen durch den Naturpark Schlern-Rosengarten, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Bei der Tuffalm-Wanderung ist der Weiher der Startpunkt; beim 7 Weiher Weg stehen die Verbindung der sieben Weiher und der Verlauf zwischen den beiden Orten im Vordergrund. Fiè allo Sciliar bietet außerdem viele Wandermöglichkeiten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Kulturgeschichte und Bauwerke
Fiè wurde 888 in einem offiziellen Dokument erstmals unter dem Namen „Fellis“ erwähnt. Zu den Bauwerken zählt die Michaelskapelle, auch Friedhofskapelle genannt. Sie ist eine romanische Kapelle neben der Völser Pfarrkirche und beherbergt heute eine archäologische Sammlung sowie das Pfarrmuseum Völs. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist ein spätgotisches Bauwerk; ihren Flügelaltar schuf Meister Narziß 1488. An Kapelle und Pfarrkirche begegnen Reisenden unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte: romanische und spätgotische Architektur, eine archäologische Sammlung und ein datiertes Kunstwerk.
Peterbühl ist eine historisch bedeutende Anhöhe westlich des Ortszentrums von Völs am Schlern. Der Themenweg Peterbühl dokumentiert archäologische Funde aus verschiedenen Epochen, von der späten Bronzezeit bis ins frühe Mittelalter. Der zeitliche Bogen eröffnet einen anderen Zugang zur Geschichte als der Blick auf einzelne Bauwerke: Hier stehen Funde aus mehreren Epochen im Mittelpunkt. Schloss Prösels, ein mittelalterlicher Bau, wurde 1279 erstmals urkundlich erwähnt, damals unter dem Namen „Castrum Presile“.
In St. Konstantin prägen gotische Architektur, ein markanter Turm mit Zwiebelhaube und Spitzbogenportale die Kirche. Von dort bietet sich ein Blick auf den Schlern. Damit kommen in der örtlichen Kulturgeschichte unterschiedliche Perspektiven zusammen: historische Anhöhen und Funde, Sakralbauten mit verschiedenen architektonischen Merkmalen sowie ein mittelalterliches Schloss.
Veranstaltungen, Genuss und Orientierung
In geraden Jahren findet in und um Völs am Schlern das Kammermusik-Festival „Schlern Music“ statt. Wer eine Reise mit einem Festivalbesuch verbinden möchte, sollte die Termine der jeweiligen Ausgabe prüfen. Im Caroma Coffeeseum lässt sich der Weg der Kaffeebohne vom Äquator bis in die Tasse erleben. Das ergänzt die kulturellen Themen um einen genussbezogenen Blick auf Kaffee – vom Ursprung der Bohne bis zum Getränk.
Für die Orientierung zwischen Völs am Schlern und Prösels fährt die Buslinie 176. Da sich Fahrplaninformationen ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf den aktuellen Fahrplan vor der Fahrt. So lassen sich Kultur, Landschaft und saisonale Aktivitäten als unterschiedliche Schwerpunkte der Reiseplanung betrachten, ohne den Aufenthalt auf eine einzige Art von Ausflug festzulegen.
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