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Castello-Molina Di Fiemme: Dorfgeschichte und Wege

Unterkünfte in Castello-Molina Di Fiemme

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Castello-Molina Di Fiemme lässt sich über zwei unterschiedliche Ortsbilder und eine vielfältige Kulturgeschichte erschließen. In Castello di Fiemme prägen eine weite, sonnige Wiesenmulde und das historisch gewachsene Dorf den Rahmen. Molina di Fiemme liegt am Avisio-Bach am Eingang des Val Cadino. Wer den passenden Ort für den Aufenthalt sucht, kann diese Orientierungspunkte mit den eigenen Interessen an Geschichte, Landschaft und Bewegung abgleichen.

Dos Zelor und die Geschichte von Castello

Am östlichen Rand von Castello di Fiemme erinnert Dos Zelor an ein antikes Dorf, das vor etwa 2.000 Jahren entstand und inzwischen verschüttet ist. Archäologische Befunde bestätigen seine Existenz. 1975 wurde Dos Zelor als Kulturdenkmal von regionalem Interesse ausgewiesen und in das historische Erbe des Val di Fiemme aufgenommen. Der Ort verbindet damit eine konkrete archäologische Geschichte mit der weiteren Geschichte des Tals.

Ein knapp zwei Kilometer langer Rundweg führt über ländliche Straßen und Wiesenwege. Informationstafeln erläutern Landschaft, Natur, Traditionen und Geschichte. Der Rundweg eignet sich damit als eigener Zugang zu den Themen von Dos Zelor: Die Strecke lässt sich als Weg durch die Umgebung verstehen, während die Tafeln den Blick auf ihre historischen und landschaftlichen Zusammenhänge lenken.

Kirchen und Baugeschichte

Auch die Kirchen geben unterschiedliche Einblicke in die Baugeschichte. Die Chiesa di San Giorgio Martire entstand zwischen 1850 und 1856 auf dem Gelände der früheren Burg der Eppan. Ihre Weihe folgte 1864, eine Restaurierung 1925. Nördlich davon liegt die Chiesetta della Madonna di Lourdes. Sie wurde 1216 geweiht; ihre ursprünglich gotischen Formen wurden in späteren Epochen angepasst. Die Daten erzählen von verschiedenen Bauzeiten, während die überlieferten Formen auch spätere Veränderungen sichtbar machen.

In Castello di Fiemme sind außerdem vier mittelalterliche Gebäude als „case romane“ bekannt. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet hier mehrere Arten, sie zu betrachten: als archäologische Erinnerung bei Dos Zelor, als religiöse Bauwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten und als Gruppe mittelalterlicher Gebäude. Diese Themen ergeben einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt, ohne dass sie auf ein einzelnes Bauwerk beschränkt sind.

Molina di Fiemme und das Val Cadino

In Molina di Fiemme steht die Chiesa Parrocchiale di Sant’Antonio neben dem Felsen Croz del Cogòl. Sie wurde zwischen 1846 und 1852 errichtet. Ein weiterer Blick auf die Geschichte der Arbeit vor Ort führt zur Segheria Veneziana am Rio Gambis: Das historische Sägewerk entstand 1888 und wurde von einem drei Meter großen hölzernen Schwerkraft-Wasserrad angetrieben. Die Angaben zu Bauzeit und Antrieb machen die Anlage auch als Zeugnis früherer Technik interessant; sie sind keine Aussage über heutige Öffnungszeiten.

Ein Orientierungspunkt in der Gemeinde ist auch das Santuario della Natività della Beata Vergine Marian in Piazzol, bekannt als Santuario della Madonna dei Boscaioli. Es liegt nahe Molina di Fiemme am Eingang des Val Cadino, an der Provinzstraße zum Passo Manghen (S.P. 31). Seine Lage verbindet den Namen des Tals mit einem konkreten Punkt im Gemeindegebiet, ohne das Heiligtum mitten im Ort zu verorten.

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Wasser und Erinnerung am Lago di Stramentizzo

Der Lago di Stramentizzo ist ein künstlicher See, der das Wasser des Avisio-Bachs zurückhält. Mit ihm ist auch ein Einschnitt der jüngeren Ortsgeschichte verbunden: Am 5. Juli 1956 wurde das alte Dorf Stramentizzo durch den See überflutet. Das steinerne Portal der früheren Kirche ist erhalten geblieben. Der See steht damit zugleich für eine Veränderung der Landschaft und für die Erinnerung an den früheren Ort.

Wege und Mobilität einordnen

Für die Planung mit einem elektrischen Rollstuhl oder Triride ist der Rundweg Montagna Senza Limiti zwischen Cavalese und Castello di Fiemme relevant. Er ist für elektrische Rollstühle geeignet und kann auch mit einem Triride befahren werden. Da die Wegbedingungen für den Besuch wichtig sind, empfiehlt es sich, sie vor der Abfahrt zu prüfen.

Von Molina di Fiemme nach Canazei verkehrt bergauf der Bike Express, ein Shuttle mit 50 Sitzplätzen und Fahrradanhänger. Der Betrieb ist saisonal und beginnt am ersten Maiwochenende. Diese Verbindung ist besonders für die Planung mit Fahrrad von Bedeutung; die Saisonangabe ersetzt keine Prüfung der konkreten Fahrtmöglichkeiten.

Langlauf und Rafting

Auch die sportlichen Möglichkeiten setzen unterschiedliche Akzente. Die Langlaufstrecke im Val di Fiemme lässt sich in vier Abschnitte einteilen und führt vom tiefsten Punkt bei Molina di Fiemme auf etwa 800 Metern bis nach Moena auf 1.200 Metern. Die genannten Höhen markieren die Spanne der Strecke; Angaben zum aktuellen Zustand der Loipe sind damit nicht verbunden.

Adventure Dolomiti Rafting bietet Rafting-Abfahrten an, denen eine kurze theoretisch-praktische Einweisung vorausgeht. So stehen neben den historischen Orten und den Wegen auch Aktivitäten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Auswahl. Für die Entscheidung zwischen den Angeboten helfen die konkreten Unterschiede: Rundweg und Informationstafeln bei Dos Zelor, die Höhenpunkte der Langlaufstrecke oder die Einweisung vor einer Rafting-Abfahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Aldeno, Predazzo, Civezzano, Volano, Cavareno, Marilleva 900, Passo del Tonale, Transacqua.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trient.

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