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Storo zwischen Chiese, Geschichte und Polenta

Unterkünfte in Storo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Storo liegt am Rand der Überschwemmungsebene des Flusses Chiese. Der Ort verbindet Landschaftserlebnisse mit einer ungewöhnlich dichten Kultur- und Industriegeschichte: historische Kirchen, alte Bauernhäuser, Festungen, archäologische Fundstätten und die Bergbautradition von Darzo prägen die möglichen Urlaubstage. Wer eine Reise nach Storo plant, kann deshalb zwischen Spaziergängen, Rad- und Wanderrouten, Geschichte und regionaler Küche wählen.

Historisches Zentrum und Kirchen

Im historischen Zentrum von Storo sind alte Bauernhäuser mit Höfen und Tennen, tonnengewölbten Eingangshallen sowie Toren erhalten. Praél ist die älteste der vier Contrade von Storo und bietet einen konkreten Anknüpfungspunkt, um das Ortsbild nicht nur als Durchgangsort, sondern als gewachsene Siedlung zu betrachten.

Auch die Kirchen erzählen von unterschiedlichen Epochen. Die Kirche San Floriano wird in einem Dokument vom 4. Juni 1189 erwähnt und zwischen 1509 und 1521 wiederaufgebaut. Die Kirche San Lorenzo wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts gebaut oder wiederaufgebaut und erstmals 1537 erwähnt. Ihre Apsisgemälde entstanden 1520 und werden stilistisch dem Kreis der Baschenis zugerechnet. Während des Garibaldi-Feldzugs von 1866 wurde San Lorenzo militärisch genutzt. Die Chiesetta di San Lorenzo ist zu Fuß in weniger als zwei Stunden erreichbar.

Wege zwischen Chiese-Tal und alpiner Landschaft

Für die aktive Tagesplanung stehen verschiedene, klar unterschiedliche Formate zur Verfügung. Ein Nebenarm der Ciclovia della Valle del Chiese verbindet den Lago d’Idro entlang des Palvico mit Storo. Der Ampola Storo Trail wechselt zwischen langen Abschnitten auf Radwegen und Forststraßen. Wer eine Route mit alpinen Landschaften und Aussichtspunkten sucht, findet diese Verbindung bei der Tour Storo–Tremalzo; sie bietet Ausblicke auf den Lago d’Idro und die Cima Tombea.

Die Geschichte der Wege reicht weiter zurück. Die archäologischen Entdeckungen von Vacil und Doredónt zeigen, dass das Chiese-Tal seit der Vorgeschichte eine Rolle bei der Besiedlung des Alpenraums und als Verkehrsweg zwischen verschiedenen Kulturwelten spielte. Die Fundstätte Doredónt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in die mittlere Bronzezeit um etwa 1700 bis 1600 v. Chr. datiert. Erhalten sind bauliche Elemente einer saisonalen Siedlung im Zusammenhang mit der Alpwirtschaft. Die Befestigung La Bastia kontrollierte einst die Wege entlang des Chiese und die Verbindung zum Ledrotal.

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Bergbau, Festungen und Veranstaltungen

In Darzo, einem Ortsteil von Storo, führt der Murals-Rundweg „La strada delle miniere“ durch Häuser mit Gemälden zur Bergbautradition sowie zur Verarbeitung, Gewinnung, Sortierung und Beförderung des Erzes. Das Bergbaudorf Miniere di Darzo wurde im Sommer 2026 für geführte Besichtigungen wiedereröffnet. Damit lässt sich die industrielle Vergangenheit in einem eigenen Besuchsschwerpunkt kennenlernen.

Auch der Parco Forte Ampola bietet verschiedene historische Zugänge. Die geführte Exkursion „Percorso Forte Ampola e canyon valle Lorina“ umfasst einen geführten Besuch des Parks und seines Museums und wird nach Voranmeldung organisiert. Im Park und im Museum des Ersten Weltkriegs und des Risorgimento gibt es öffentliche freie und geführte Besichtigungen, Workshops und Spaziergänge. In Darzo findet jedes Jahr im Dezember um den 4. Dezember die Festa di Santa Barbara statt; die Bergbautradition dieser Veranstaltung wurde ab 2011 wieder aufgenommen und erneuert. Das Gran Carnevale di Storo begann 1967. Besucher können bei diesem Anlass um die statischen Festwagen herumgehen und ihre Details betrachten.

Polenta als Teil des Ortscharakters

Die Polenta gehört ebenfalls zur lokalen Reiseerfahrung. Das Festival della Polenta findet jedes Jahr am ersten Oktoberwochenende in Storo statt. Im historischen Zentrum zeigen die Polentèr bei Live-Kochvorführungen, wie verschiedene Polenta-Varianten in großen Kesseln zubereitet werden. Teilnehmer erhalten ein Verkostungsset mit einer Karte zum Probieren der verschiedenen Gerichte sowie einen Ortsplan mit der Veranstaltungsroute. Auch unabhängig vom Festival wird das Probieren der Polenta di Storo als Besucheraktivität empfohlen.

Für die weitere räumliche Orientierung können Sie auch die Seiten zu Piazzola, Cunevo, Campitello, CALDES, Breguzzo, Chiesa, Vason und Terlago aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trient.

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