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Kloster Muri-Gries: Geschichte und Krippenmuseum

Das Kloster Muri-Gries in Bozen vereint die Geschichte einer mittelalterlichen Burg, eines Augustiner-Chorherrenstifts und einer Benediktinergemeinschaft. Im romanischen Burgturm ist heute das Krippenmuseum untergebracht; die Stiftskirche zeigt die barocke Bauphase der Anlage.

Kurzfakten zum Kloster Muri-Gries

  • Die Anlage geht auf eine Burg aus dem späten 11. Jahrhundert zurück.
  • 1407 übergab Leopold IV. von Habsburg die Burg den Augustiner-Chorherren aus dem Kloster in der Au.
  • Die Stiftskirche wurde ab 1769 nach Plänen Antonio Giuseppe Sartoris errichtet und 1788 geweiht.
  • Nach der Aufhebung durch die bayerische Regierung 1807 übernahmen 1845 Benediktiner aus Muri im Kanton Aargau das Kloster.
  • Das Krippenmuseum entwickelte sich in mehreren Etappen; die Klostergemeinschaft trägt seit 2023 die Verantwortung.

Aufhebung und Neuanfang der Benediktiner

1807 hob die bayerische Regierung das Stift auf. 1845 übernahmen Benediktiner aus dem Schweizer Kloster Muri die Gebäude. Heute lebt in Gries weiterhin eine Benediktinergemeinschaft. Gebet, Arbeit und geistliche Lesung gehören zu ihrem Alltag; außerdem betreut die Abtei weitere kirchliche Einrichtungen.

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Krippenmuseum im romanischen Turm

Der romanische Turm der früheren Burg beherbergt das Krippenmuseum. Das Kloster stellte ab 1982 Räume für die Sammlung bereit. Der erste Schauraum eröffnete 1991; 1996 kamen weitere Räume im zweiten und dritten Stock hinzu. Eine Erweiterung im vierten Stock folgte 2016. Die Ausstellung umfasst unter anderem die Lofferer Krippe aus der Zeit um 1750, die Pater Hilarius Imfeld 1924 erwarb, sowie eine Prälatenkrippe von Augustin Alois Probst und eine Fastenkrippe. Die Klostergemeinschaft trägt seit 2023 die Verantwortung für das Museum; Leihgaben stammen auch von den Krippenfreunden. Muri-Gries gehört zu den Kirchen und Klöstern in Südtirol; sein Krippenmuseum ergänzt die Museen in Südtirol um religiöse Volkskunst.

Häufige Fragen: Kloster Muri-Gries: Geschichte und Krippenmuseum

Welche Geschichte führte von der Burg zum Augustiner-Chorherrenstift?

Im späten 11. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Burg. 1407 schenkte Leopold IV. von Habsburg sie den Augustiner-Chorherren, deren Kloster in der Au nach wiederholten Überschwemmungen nicht mehr nutzbar war. Das Stift in der Au war 1163 gegründet worden. Mit dem Umzug nach Gries erhielten die Chorherren die Burg, die zur Klosteranlage umgebaut wurde.

Wann wurde die heutige Stiftskirche gebaut und geweiht?

Die heutige Stiftskirche entstand deutlich später. 1768 beschlossen die Chorherren den Neubau; 1769 legte der Architekt Antonio Giuseppe Sartori den Grundstein. Martin Knoller gestaltete die Fresken im Langhaus 1772 und in der Kuppel 1773. Nach weiteren Arbeiten wurde die Kirche am 31. August 1788 geweiht und zugleich als Pfarrkirche bestimmt. Diese Bauphase gehört noch zur Zeit des Chorherrenstifts und liegt vor dem Wechsel zur Benediktinergemeinschaft. Auch der Dom Maria Himmelfahrt in Bozen besitzt barocke Ausstattung.