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Barrierefreier Urlaub Südtirol

Vier Wegbeschreibungen zeigen, wie unterschiedlich barrierefreie Ausflüge in Südtirol ausfallen. Länge, Steigung, Untergrund und Hindernisse helfen dabei, eine Strecke passend zum eigenen Hilfsmittel und zur persönlichen Kraft einzuschätzen.

Barrierefreier Urlaub Südtirol Barrierefreie Ausflüge und Einkaufsbummel in Südtirol Foto: www.suedtirol-netz.de

Kurzfakten: vier barrierefreie Wege

  • Seiser Alm: Hin- und Rückweg bis zur Sanonhütte, sechs Kilometer und 43 Höhenmeter; die Einstufung „gut geeignet“ gilt bis zum Großen Moos.
  • Salten: zehn Kilometer und 142 Höhenmeter; ein asphaltierter Abschnitt weist bis zu 26 Prozent Gefälle auf.
  • Hagneralm: zehn Kilometer, 166 Höhenmeter; eingeschränkt zugänglich, mit Steigungen und einer Forstschranke am Beginn.
  • Laabalm: 16 Kilometer, 226 Höhenmeter; stetige Steigung und zwei Forstschranken.

Seiser Alm: flacher Abschnitt mit klarer Grenze

Die Hin- und Rückroute bis zur Sanonhütte ist sechs Kilometer lang und hat 43 Höhenmeter. Die Einstufung „gut geeignet“ gilt bis zur Abzweigung Großes Moos. Danach wird der Weg Richtung Sanonhütte schmaler und unebener; kurze steile Abschnitte und hölzerne Stege prägen den Abstecher. Compatsch liegt auf 1.835 Metern, das Große Moos auf etwa 1.860 Metern. Die Route bis zur Sanonhütte auf der Seiser Alm führt durch diese Höhenlagen.

Salten: Hin- und Rückweg mit steilen Teilstücken

Der Hochplateauweg Lafenn-Salten führt von Schermoos über Langfenn, die Lafenner Wiesen und die Saltner Höhe zum Gasthaus Edelweiß und auf demselben Weg zurück. Die Strecke umfasst zehn Kilometer und insgesamt 142 Höhenmeter; die Zugänglichkeit ist als teilweise geeignet eingestuft. Auf dem Hinweg führt ein asphaltierter Abschnitt steil bergab, mit bis zu 26 Prozent Gefälle; auf dem Rückweg steigt derselbe Abschnitt entsprechend an. Der Start am Parkplatz Schermoos ist an Bus und Parkplätze angebunden.

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Hagneralm und Laabalm: Waldwege und Schranken

Der Hagneralm-Hin- und Rückweg startet am Nigerpass und misst etwa zehn Kilometer mit 166 Höhenmetern. Wegen der Steigungen und einer Forstschranke am Beginn ist die Zugänglichkeit als „eingeschränkt“ eingestuft. Der Weg verläuft überwiegend auf fester Forststraße mit Kies; Elektrorollstuhl und Zugmotor sind als Zielgruppen genannt. Am Nigerpass gibt es eine Bushaltestelle. Die Wegführung zum Nigerpass und zur Hagneralm führt durch dieses Waldgebiet.

Der Laabalm-Hin- und Rückweg über Neuhütt und Auer Leger umfasst 16 Kilometer sowie 226 Höhenmeter. Die Zugänglichkeit ist wegen stetiger Steigung und zweier Forstschranken als „eingeschränkt“ eingestuft. Zu Beginn steigt die Strecke etwa zehn bis 13 Prozent, später weist der asphaltierte Abschnitt zum Auer Leger 14 Prozent auf. Der Untergrund ist teilweise grobkiesig und uneben. Der Laabalm-Parkplatz ist im Sommer mit dem Auto erreichbar; die Bushaltestelle liegt im Dorf Deutschnofen. Ein WC ist beim Auer Leger angegeben. Auf dem Weg zur Laabalm und zum Auer Leger bestimmen Länge, Steigung und Schranken gemeinsam die Anforderungen.

Bus, Bahn und Assistenz

Im Regionalverkehr sind fast ausschließlich Niederflurtriebwagen unterwegs; Fahrplantabellen kennzeichnen entsprechende Züge mit einem Rollstuhlsymbol. Die meisten Busse haben einen reservierten, zu sichernden Platz. Ist er belegt, darf kein weiterer Fahrgast mit Rollstuhl oder Kinderwagen zusteigen. Für die konkrete Fahrt zählt deshalb auch, ob dieser Platz verfügbar ist.

Häufige Fragen zu barrierefreien Wegen und Verkehrsmitteln

Welche Hindernisse prägen den Hagneralm-Weg?

Die erste Forstschranke am Beginn lässt sich nur mit Mühe umgehen. Der direkte Abzweig zur Alm führt über steiles Schottergefälle; Weg 4A verläuft später leicht ansteigend zur Hagneralm.

Wie erreichen Gäste die Seiser Alm mit eingeschränkter Mobilität?

Die Seilbahn ab Seis bietet barrierefreien Zugang. Der private Autoverkehr auf der Alm ist eingeschränkt; Gäste mit entsprechendem Ausweis können unter den geltenden Bedingungen hinauffahren.

Welche Fristen gelten bei den genannten Ersatzverkehren?

Für die Ersatzverkehrslinien B100, B200, B400 und B500 ist die Anmeldung über SalaBlu mindestens 24 Stunden vorher vorgesehen. Für B250 gilt der Vortag bis 15:30 Uhr.