Goldrainer Panoramaweg
Der Goldrainer Panoramaweg verbindet das Dorf Goldrain mit der Tissbachschlucht und den Steppenhängen am Vinschger Sonnenberg. Schloss Goldrain am Weganfang gibt der Runde einen kulturhistorischen Bezugspunkt.
Bezaubern lässt man sich in Südtirol bei schönen Wanderungen
Foto: (c) VinschgerEngl
Kurzfakten zum Goldrainer Panoramaweg
- Route: 6,9 Kilometer als Rundweg ab Goldrain.
- Gehzeit: etwa 2 Stunden 30 Minuten.
- Höhenmeter: rund 250 Meter im Auf- und Abstieg.
- Markante Wegpunkte: Tissbachschlucht mit Hängebrücke, Annenberger Böden und Poppele Knottn.
- Landschaft: Goldrain liegt am Fuß des Vinschger Sonnenbergs.
Rundweg durch Schlucht und Sonnenhang
Der Einstieg befindet sich im nördlichen Dorfteil von Goldrain. Von dort führt ein beschilderter Fahrweg bergauf in Richtung Tissbachschlucht. Der Panoramaweg überquert die Schlucht auf einer Hängebrücke. Danach geht es auf Weg 5 zu den Annenberger Böden und über Weg 5A zum Poppele Knottn. Weg 3 führt hinunter nach Tiss und zurück nach Goldrain. Die Runde wechselt damit zwischen Dorfwegen, dem schmaleren Panoramaabschnitt und den offenen Hängen am Sonnenberg.
Goldrain liegt nordwestlich von Latsch. Der Weg verläuft oberhalb des Talbodens am Vinschger Sonnenberg, dessen trockene Steppenhänge die Landschaft prägen. Vom Hang aus liegen die kleinteiligen Felder des Vinschgaus im Blickfeld.
Schloss Goldrain: Renaissance und heutige Kulturarbeit
Nahe dem Einstieg steht Schloss Goldrain, einst Stammsitz der Grafen Hendl. Die Familie prägte die Anlage im 15. und frühen 16. Jahrhundert mit einer viertürmigen Umfassungsmauer. Die repräsentative Südfassade mit ihrem Piano nobile, dem Wohn- und Empfangsgeschoss, verweist auf die Nutzung als Adelssitz. Arkadengang, verzierte Stuben, Kellergewölbe und Rittersaal zeigen unterschiedliche Bereiche der historischen Wohn- und Repräsentationsräume.
Seit 1987 dient das restaurierte Schloss als Bildungs- und Kulturhaus. Seminare, Tagungen und Weiterbildung stehen neben Konzerten, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen.
Häufige Fragen zum Goldrainer Panoramaweg
Was ist über Goldrain aus dem Hochmittelalter bekannt?
Um 1170 ist der Ortsname Goldrain in der Form „Colruna“ belegt. Alexander und Adam de Colruna werden als frühe Siedlungsherren genannt. Diese frühe Ortsgeschichte liegt vor der späteren Renaissanceprägung des Schlosses durch die Grafen Hendl.
Welche Wege ergänzen den Panoramaweg?
Die Nörderberger Almenrunde führt zu mehreren Almen am Naturnser Nörderberg. Der Höhenweg von St. Martin im Kofel nach Schlanders verbindet einen Bergweiler mit dem Tal. Beide Touren gehören zum Wanderwegenetz Südtirols.