Kiens: Römerweg, Kirchen und Kulturerbe
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Kiens zwischen Römerweg und Kulturerbe
Kiens verbindet einen historischen Ortsbezug mit Ausflugszielen, deren Schwerpunkte von römischer Vergangenheit über sakrale Kunst bis zu barocker Architektur reichen. Wer Südtirol nicht nur über Landschaft, sondern auch über seine Geschichte kennenlernen möchte, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Zugleich ist Kiens ein Ausgangspunkt für Ausflüge zum Kronplatz, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar ist.Römerweg und Wege durch die Kulturlandschaft
Der Römerweg von Kiens nach Ehrenburg beginnt im Ortszentrum von Kiens. Sein Thema ist das Reisen in der Römerzeit: Entlang des Weges informieren Stationen über diesen historischen Zusammenhang, außerdem gibt es Raststationen. Eine weitere Möglichkeit, Kiens und sein Umfeld aus der Bewegung heraus zu erleben, bietet die Kultur- und Landschaftswanderung. Sie beginnt in Kiens und führt zunächst entlang des Grünbachs in Richtung Schloss Schöneck. Der Auftakt verbindet damit den Ort mit einem Bachlauf und einem historischen Ziel, während der thematische Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von Landschaft und Kultur liegt.Sakrale Kunst in St. Sigmund
In St. Sigmund steht die heutige Pfarrkirche, die von 1449 bis 1489 errichtet wurde. Besonders bemerkenswert ist ihr Hochaltar: Er stammt aus dem Jahr 1440 und zählt zu den ältesten und bedeutendsten Flügelaltären Südtirols. Für einen Besuch sind damit sowohl die Baugeschichte der Kirche als auch die ältere Entstehungszeit des Hochaltars von Bedeutung. Zum sakralen Kulturerbe gehört außerdem das barocke Stöckl zur Schmerzhaften Muttergottes. Es wurde 1621 erbaut und 1644 erweitert. Die beiden Jahreszahlen verweisen auf eine Baugeschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte entwickelte und den kleinen Bau klar in die historische Ortskultur einordnet. Der Hochaltar ist älter als die heutige Pfarrkirche; beim barocken Stöckl folgte die Erweiterung 23 Jahre nach seiner Errichtung.Ehrenburg: Schloss, Kirche und Meilenstein
Schloss Ehrenburg geht in seiner ersten Anlage auf das 12. Jahrhundert zurück. Um 1732 wurde es zu einem Barockschloss umgestaltet. Wichtig für die Besuchsplanung ist die dokumentierte Einschränkung: Schloss Ehrenburg kann nur von außen besichtigt werden. Der Außenblick steht daher im Vordergrund, während die Baugeschichte die Entwicklung von der mittelalterlichen Anlage zum Barockschloss sichtbar macht. In Ehrenburg befindet sich außerdem die heutige Propsteikirche Mariä Himmelfahrt. Der Barockbau wurde von 1698 bis 1701 errichtet. In der Gruftkapelle befinden sich die „Kornmuttergottes“ und weitere bemerkenswerte Bildwerke. Ein weiteres historisches Zeugnis ist der Ehrenburger Meilenstein. Der aus Quarzphyllit gefertigte Stein ist rund zwei Meter hoch und zählt zu den besterhaltenen seiner Art in Südtirol. Für die weitere räumliche Orientierung im Südtirol-Portal stehen außerdem Vinschgau, Slingia, Colle di Fuori, Obereggen, Casateia, Rabland, Kurzras und Brixen zur Verfügung.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bozen.
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