Rabland – Kultur, Waalweg und Natur
Rabland verbindet eine besondere Modelleisenbahnwelt mit wassergeprägter Kulturlandschaft, sakralen Bauwerken und römischer Geschichte. Wer für die Wahl eines Aufenthaltsortes konkrete Kultur- und Naturthemen sucht, findet hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte: Die Eisenbahnwelt, den Rundweg am Rablander Waal, den Rablander Weiher sowie Zeugnisse aus verschiedenen Epochen.
Eisenbahnwelt und Wege am Waal
Die Eisenbahnwelt in Rabland ist die größte digitale Modelleisenbahnanlage Italiens. Sie setzt damit einen klaren kulturellen Schwerpunkt im Ort und unterscheidet sich inhaltlich von den Landschafts- und Sakralthemen, die Rabland ebenfalls prägen. Eine andere Perspektive eröffnet der Rundweg am Rablander Waal. Er führt von Rabland entlang des Bewässerungskanals durch Obstgärten und grüne Ufervegetation. Der Weg verbindet den Ort mit einer Landschaft, in der Wasserführung und landwirtschaftliche Nutzung unmittelbar zusammengehören. Der Rablander Bewässerungskanal bezieht sein Wasser aus dem Zielbach aus dem Zieltal und bewässert weiterhin die Obstgärten von Rabland. Damit ist der Waal nicht nur Bestandteil des Wegverlaufs, sondern auch ein bis heute genutztes Element der örtlichen Kulturlandschaft. Zum Naturraum gehört der Rablander Weiher. Er ist ein Rückzugsort und ein unersetzlicher Lebensraum für verschiedene Vogelarten, Lurche und Amphibien, Fische sowie Wasserinsekten. Für die inhaltliche Einordnung Rablands ergänzt der Weiher die Obstgärten und den Bewässerungskanal um einen eigenständigen Lebensraum mit mehreren Tiergruppen.Kirchen und römische Spuren
Das Jakobuskirchlein in Rabland ist dem heiligen Jakobus und der heiligen Margareta von Antiochia geweiht. Erbaut wurde es von Hanns und Gaudenz Guet; 1521 wurde das Jakobuskirchlein geweiht. Name, Widmung und Jahreszahl geben dem Bauwerk einen klaren historischen Bezug. Die Neue Pfarrkirche Rabland, die auch Christkönigskirche genannt wird, wurde zwischen 1961 und 1963 erbaut. Gemeinsam mit dem Jakobuskirchlein verweist sie auf unterschiedliche kirchengeschichtliche Zeitabschnitte, ohne dass beide Bauwerke derselben Epoche zugeordnet werden sollten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Via Claudia Augusta. Ein römischer Meilenstein wurde 1552 in Rabland beim heutigen Hotel Restaurant Hanswirt entdeckt. Der Rablander Meilenstein gilt als das älteste römische Schriftdenkmal aus dem Alpenraum, das unmittelbar auf den Bau der Via Claudia Augusta Bezug nimmt. Am Eingang des Hotel Restaurant Hanswirt steht seit 1977 eine Nachbildung des Meilensteins. Daneben ist ein kleines Stück der originalen Via Claudia Augusta unter Glas ausgestellt. So bleiben der Fundortbezug, die historische Einordnung und das originale Wegfragment jeweils unterscheidbar.Anreise und räumliche Orientierung
Für die Anreise ist die Buslinie 251 eine konkrete Verbindung: Sie fährt vom Bahnhof Meran oder vom Rennweg in Meran nach Rabland. Zur weiteren räumlichen Orientierung können außerdem die Einträge Longega, Kardaun, Astfeld, Saltaus, Ahornach, Wahlen, Völs Am Schlern und Pens herangezogen werden.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bozen.
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