Lappach – Berglandschaft, Klamm und Neves-Stausee

Lappach ist für Reisende interessant, die Berglandschaft über konkrete Wege, Wasserlandschaften, Wintersport und lokale Geschichte erleben möchten. Oberhalb des Ortes bildet der Neves-Stausee den Talschluss. Umgeben ist er von Bergen der Zillertaler Alpen. Damit treffen in Lappach verschiedene Reiseinteressen aufeinander: Wanderungen führen in eine Gletscherlandschaft, im Winter verläuft eine Loipe bis in den Ort, und historische sowie kulinarische Erlebnisse ergänzen die Tage in der Umgebung.

Landschaft rund um den Neves-Stausee

Der Neves-Stausee prägt die Lage von Lappach besonders deutlich. Als Talschluss oberhalb des Ortes liegt er in einem von Bergen der Zillertaler Alpen umgebenen Landschaftsraum. Wer Lappach wegen seiner Bergwelt auswählt, findet hier daher keinen beliebigen Aussichtspunkt, sondern einen konkret benannten Ausgang für Wege in Richtung Zillertaler Hauptkamm. Der Neveser Höhenweg startet am Neves-Stausee. Der Einstieg ist in zwei Richtungen möglich: entweder in Richtung Edelraut Hütte oder in Richtung Chemnitzer Hütte. Der Weg führt über Gletschermoränen und einsame Steinkare durch die Gletscherlandschaft der Dreitausender Weißzint, Möseler und Turnerkamp am Zillertaler Hauptkamm. Diese Abfolge macht den Höhenweg zu einer eigenständigen Wahl für Tage, an denen nicht nur der See, sondern auch die geologischen und hochgelegenen Landschaftsformen der Umgebung im Mittelpunkt stehen.

Klamm und Rundwanderung im Dorf

Eine andere Form des Wanderns bietet die Lappacher Klamme oberhalb von Lappach. Tosende Wasser, kühlende Wassertröpfchen und ein besonderes Mikroklima bestimmen den Charakter dieses Abschnitts. Der anspruchsvolle, rundum abgesicherte Weg durch die Lappacher Klamm lässt sich mit einer etwa 1,5-stündigen Rundwanderung verbinden. Diese beginnt im Dorf Lappach am Museum „Magie des Wassers“ und führt dorthin zurück. So stehen für die Tagesplanung sowohl ein Weg am Wasser als auch eine Rundtour mit Start und Ende im Dorf zur Verfügung.

Langlauf und Eisklettern im Winter

Für den Winter ist die Mühlwald-Lappach-Loipe ein klar benanntes Angebot. Die Loipe ist 14,7 km lang und führt von Mühlwald bis nach Lappach. Sie verläuft durch verschneite Wald- und Wiesenlandschaften und eignet sich sowohl für klassisches Langlaufen als auch für Skating. Damit lässt sich zwischen zwei Langlaufstilen wählen, ohne dass der Verlauf der Loipe auf eine einzelne Technik begrenzt ist. Eine weitere winterliche Aktivität ist im Lappacher Eisgarten möglich. Er ist ein Ort für Eisklettern an natürlichen Eisfällen in Lappach. Die Zufahrt führt von Lappach in Richtung Neves-Stausee. Nach etwa 2 km erreicht man die Kreuzung Richtung Zösenberg; der Parkplatz liegt danach an der zweiten Abzweigung links. Diese konkrete Zufahrtsbeschreibung ordnet den Eisgarten innerhalb der Landschaft rund um Lappach ein, ohne ihn mit dem Langlaufangebot gleichzusetzen.

Kirche, Museum und regionale Spezialität

Zur Geschichte des Ortes gehört die „Sand Agnesenkirche“ in Lappach. Sie wird bereits 1426 in den Urkunden des Pfarrarchivs von Taufers erwähnt. Zwischen 1812 und 1815 wurde sie umgebaut und vergrößert; am 19. September 1819 wurde sie eingeweiht. Der Kirchenbau verbindet damit eine frühe urkundliche Erwähnung mit einer späteren baulichen Veränderung und einem genau datierten Einweihungstag. Auch regionale Küche ist mit einem konkreten Ort verbunden: Auf der Neves-Alm am Neves-See zeigt Bäuerin Agnes Laner die Herstellung von Ahrntaler Graukäse. Anschließend kann der Käse verkostet werden. Das ergänzt die Wege und Landschaftserlebnisse um eine kulinarische Begegnung mit einem regional benannten Produkt. Weitere Ortsseiten zur Orientierung: Predoi (Predoi), Casere-knappenegg (Casere-knappenegg), Perca (Perca), Sexten (Sexten), Monguelfo (Monguelfo), Issing (Issing), Gais (Gais).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pustertal.

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