Mauls in Südtirol
Mauls zeigt auf engem thematischem Raum unterschiedliche Seiten Südtirols: einen kurzen Waldspaziergang am südlichen Hang, eine Wanderung zu benannten Höhenpunkten, römische Zeugnisse, eine historische Kirche und einen Natureislaufplatz. Für die Wahl der Reiseart ist diese Spannweite aussagekräftiger als ein allgemeines Landschaftsversprechen. Ein Aufenthalt lässt sich kulturell ausrichten, mit einer kürzeren Runde verbinden oder auf eine Wanderung bis in höhere Lagen konzentrieren. Für winterliche Interessen ist außerdem der Eisplatz Mauls ein klar benannter Bestandteil des Ortes.
Zwischen Waldspaziergang und Höhenwanderung
Der Romedisteig ist ein kurzer Waldspaziergang am südlichen Hang von Mules (Mauls). Der Weg führt an der Gesteinsverwerfung Geluege vorbei, erreicht den Weiler Flans und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Wer einen überschaubaren Spaziergang mit Landschafts- und Ortsbezug sucht, findet hier eine andere Reiseidee als auf der längeren Wanderung „Von Mauls zum Valler Jöchl“. Diese Wanderung führt zum Valler Jöchl auf 1.933 m und weiter zum Bergrestaurant Jochtal auf 2.007 m. Die beiden Höhenangaben markieren die Entwicklung der Route von Mauls in deutlich höhere Lagen. Für die Planung ist damit eine klare Unterscheidung möglich: Der Romedisteig steht für einen kurzen Waldweg mit Rückkehr zum Ausgangspunkt, während die Wanderung zum Valler Jöchl und weiter zum Bergrestaurant Jochtal zwei benannte Höhenziele miteinander verbindet.Kirche, römische Funde und Burgengeschichte
Zur Kulturgeschichte gehört die Pfarrkirche zum hl. Oswald König in Mules (Mauls), die erstmals 1329 erwähnt wurde. Ihr historischer Bezug reicht damit deutlich zurück und ergänzt die landschaftlichen Ziele um einen konkreten sakralen Ort. Der Mithrasstein aus Mules (Mauls) ist ein römischer Weihestein für den Lichtgott Mithras. Er bringt einen anderen zeitgeschichtlichen Schwerpunkt ein als die Kirche. Ebenfalls aus Mules (Mauls) stammt der Grabstein der Aurelia Ruffina, der auch „Quartinusstein“ genannt wird. Die Bezeichnung sollte bei der kulturellen Einordnung erhalten bleiben, weil sie den Fund mit einem zweiten Namen kenntlich macht. Bei Burg Welfenstein lässt sich eine eigene Abfolge der Bau- und Ereignisgeschichte nachvollziehen: Die Burg wurde im 19. Jahrhundert umgebaut, 1918 zerstört und später wiederhergestellt. Zusammen ergeben diese Orte und Funde kein einheitliches Besichtigungsversprechen, sondern mehrere unterschiedliche historische Bezugspunkte für die Beschäftigung mit Mauls.Ein eigener Winteraspekt
Der Eisplatz Mauls ist ein ruhig gelegener Natureislaufplatz im Maulser Tal in der Gemeinde Freienfeld. Damit ergänzt er die Wander- und Kulturthemen um eine winterliche Aktivität, die nicht mit einer Skigebiets- oder Bergbahnlandschaft gleichgesetzt werden sollte. Mauls lässt sich so je nach Schwerpunkt über einen Waldspaziergang, eine höhenbezogene Wanderung, historische Zeugnisse oder den Natureislaufplatz einordnen.Weitere Einordnung
Wer Mauls im weiteren Südtiroler Ortsgefüge einordnen möchte, kann außerdem Franzensfeste, Ratschings, Pfitsch, Freienfeld, Mareit und Brenner berücksichtigen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wipptal.
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