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Eichholz

Unterkünfte in Eichholz

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Kultur zwischen Palazzo und Mühle

Wer Eichholz anhand von Kultur, Landschaft und Wegen einordnen möchte, findet im Umfeld von Roverè della Luna eine Reihe klar unterscheidbarer Anknüpfungspunkte. Der Palazzo Vigili de Kreutzenberg entstand aus dem früheren Maso der Familie Gartner von Sommerfeld, der in historischen Dokumenten „alt Gartner Hof“ genannt wird. Zum Bau gehören vier Biforen, also zweiteilige Fenster, die stilistisch dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert zugeordnet werden. Der Palazzo steht damit für eine historische Bautradition, deren zeitliche Einordnung an den sichtbaren Fenstern besonders greifbar wird. Ein anderer Akzent liegt beim Mulino Zadra. Die vollständig aus Holz errichtete Vitruvianische Mühle stammt wahrscheinlich aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurde ursprünglich durch ein Wasserrad angetrieben. Trotz ihres hohen Alters ist sie noch funktionsfähig. Für die Auswahl kultureller Ziele ergibt sich daraus ein eigener Schwerpunkt: Neben repräsentativer Architektur lässt sich hier auch eine technische Form des historischen Handwerks betrachten. Die Mühle sollte deshalb nicht mit dem Palazzo gleichgesetzt werden; beide Orte stehen für unterschiedliche Seiten der Kulturgeschichte. Auch die Pfarrkirche Santa Caterina d’Alessandria in Roverè della Luna gehört zu diesem kulturellen Bild. In ihrer Apsis befindet sich ein Fresko der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind zwischen dem heiligen Vigilius und der heiligen Caterina d’Alessandria. Das Motiv ergänzt die weltliche Baugeschichte um einen religiösen Bezug und macht die Kirche zu einem eigenständigen kulturellen Ziel.

Weinlandschaft und räumliche Unterschiede

Einen weiteren Ortsbezug bildet die Cantina Roveré della Luna. Sie wurde 1919 in Salorno gegründet und verlegte ihren Sitz 1953 nach Roverè della Luna. Zu ihr gehören 430 Hektar rund um den Ortskern. Diese Flächen unterscheiden sich in Höhenlage und Bodenbeschaffenheit. Wer den Weinbezug der Gegend einordnen möchte, sollte daher nicht von einer einheitlichen Landschaft ausgehen: Die genannten Unterschiede prägen den räumlichen Charakter der Flächen, ohne dass daraus eine einzige Lage oder ein gleichförmiges Gebiet wird.

Wege Richtung Favogna und zur Rif. Malga Kraun

Für Wandernde sind mehrere historisch und landschaftlich unterschiedlich beschriebene Wege relevant. Der Weg von Roverè della Luna nach Favogna/Fennberg über die Strada Mont del Gidio führt am Val del Rivo Bosconero entlang und mündet in einen Forstweg nach Favogna/Fennberg in Südtirol. Eine zweite Verbindung ist der antike Weg Roverè della Luna–Favogna über das Val de l’Inferno. Er verbindet die Hochebene von Favogna mit dem Talboden und besitzt damit eine andere historische Einordnung als die Route über die Strada Mont del Gidio. Ein weiteres Ziel ist die Schutzhütte Rif. Malga Kraun. Der Weg von Roverè della Luna dorthin führt durch ein wildes, raues Tal, das von einem Wall senkrechter Felswände eingeschlossen ist. Für die weitere räumliche Orientierung stehen außerdem Commezzadura, Ronzo-Chienis, Marilleva, Pur, Prè Di Ledro, Vigolo Vattaro, Nogaredo und Lago zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trient.

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