Zum Inhalt

Sagron – Kirchen, Bergbaugeschichte und Themenwege

Unterkünfte in Sagron

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.
Sagron liegt auf einer Anhöhe am Zusammenfluss des Torrente Mis und des Torrente Pezzea. Zusammen mit Mis liegt der Ort zwischen dem Naturpark Paneveggio-Pale di San Martino und dem Nationalpark der Bellunesischen Dolomiten. Wer einen Aufenthalt nach konkreten Kultur- und Wanderthemen auswählt, findet hier deshalb zwei gut erkennbare Schwerpunkte: die Geschichte der Kirchen, Bergwerke und früheren Berufe sowie Wege, die diese Landschaft und ihre Vergangenheit miteinander verbinden.

Kirchen und lokale Geschichte

Bei Marcoi in Sagron wurde die Kapelle Madonna di Caravaggio 1812 wiedererrichtet. Ebenfalls bei Marcoi wurde die Kirche Madonna di Loreto im Juli 1793 durch einen Brand zerstört. Eine neue Kirche mit der Widmung Madonna di Loreto wurde 1795 in Salvadori in Sagron fertiggestellt. Für die Kirche Madonna di Loreto in Sagron ist außerdem das Jahr 1630 als Zeitpunkt der Fertigstellung überliefert. Die verschiedenen Ortsbezüge und Jahreszahlen machen die Sakralbauten zu eigenständigen Stationen der lokalen Geschichte, ohne dass sie zu einer einzigen Baugeschichte zusammengezogen werden sollten. Ein wiederkehrender Termin ist die Sagra dei Marcoi, die jedes Jahr ungefähr am 26. Mai stattfindet. Zur Prägung von Sagron Mis gehören außerdem die Berufe, die dort über lange Zeit ausgeübt wurden: Stuhlmacher, Köhler, Bergleute und Holzfäller. Einen konkreten Bezug zum Bergbau bildet die Casina oder Scudelina auf 855 m Höhe. Sie war der alte Bergbaustützpunkt der österreichischen Bergwerke von Sagron-Mis.

Wege zwischen Wald, Aussicht und Bergbau

Am Chalet Giasenei befindet sich der Torre T3, ein Aussichtspunkt mit Kletterwand und Teleskop zur nächtlichen Beobachtung. Dort beginnt auch der Themenweg Intrecci del tempo. Er führt durch Buchen- und Tannenwälder und verläuft teilweise über alte Wege sowie bequeme Forststraßen. Lokale Geschichte wird entlang des Weges durch 16 Informationstotems und 3 interpretierende Harfen vermittelt. Der Weg ist damit nicht nur über seine Landschaft, sondern auch über seine erzählerischen Stationen charakterisiert. Der Sentiero Mineralogico folgt den Spuren des Quecksilber- und Goldabbaus. Die erste Etappe des Croda Granda–Agner Wild Trek verbindet Sagron Mis über den Sentiero delle Regade mit der Malga Cavallera; zugleich ist dieser Weg Teil der Alta Via delle Dolomiti Nr. 2. Südlich der Route sind die Eingänge der alten Quecksilberminen über einen bequemen Saumpfad erreichbar. Bei der Siedlung Vori auf 883 m Höhe kann man nach einer kurzen Abzweigung die Öffnung einer alten Goldmine sehen. Auch rund um die Mine Terrabugio sind historische Wege und Bergbauspuren Teil der dokumentierten Entwicklung. Für den Weg von der Quecksilbermine Terrabugio am Torrente Pezzea bis zu den tiefer gelegenen Ortsteilen von Sagron in der Località Scudelina waren Modernisierungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgesehen. Bei der Mine selbst waren die Reinigung und Konsolidierung der Ruinen der Schmelzöfen sowie die Einrichtung eines Rast- und Informationsbereichs vorgesehen. Diese Vorhaben sind als geplante Maßnahmen einzuordnen. Ebenso wurde die Errichtung eines Bikeparks am Sportplatz von Sagron als Vorhaben genannt; daraus lässt sich kein bestehender Bikepark ableiten.

Erreichbarkeit und Ortsvergleich

Von Primiero sind Sagron und Mis über den Passo Cereda in weniger als einer halben Stunde erreichbar. Für die Einordnung gegenüber weiteren Reisezielen können Sie außerdem Sarche, Bagni di Rabbi, Spiazzo, Transacqua, Moena, Ziano di Fiemme, Montagnaga und Faedo vergleichen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trient.

Anzeige
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.
Anzeige