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Almabtriebe in Südtirol

Wenn Kühe, Schafe, Ziegen oder Pferde nach dem Almsommer ins Tal zurückkehren, endet für Bauernfamilien eine wichtige Weideperiode. Mancherorts wird die Heimkehr mit geschmückten Tieren, Musik und regionalen Gerichten gefeiert. Der Almabtrieb bezeichnet den landwirtschaftlichen Übergang; örtliche Feste begleiten die Rückkehr in unterschiedlichen Formen.

Kurzfakten zu Almabtrieben in Südtirol

  • Die Herden kehren zum Ende der Almsaison von den Hochalmen in die Ställe im Tal zurück.
  • Der Almabtrieb ist Teil der Transhumanz und hängt mit Viehhaltung und Weidepflege zusammen.
  • Die Termine liegen meist zwischen Mitte August und Mitte Oktober, abhängig von Höhenlage, Wetter und Saisonlänge.
  • Nach einer guten Almsaison werden Kühe häufig mit Blumen, Bändern, Kränzen und Schellen geschmückt.
  • Im Schnalstal begleiten die Schafschoad und ein weiter Schaftrieb die Rückkehr der Herden.

Was beim Almabtrieb tatsächlich geschieht

Im Frühsommer ziehen Tiere auf Hochalmen, wo sie während der warmen Monate im Freien weiden. Mit dem Ende der Almsaison geht es zurück in die Ställe des Tales. Dieser Wechsel zwischen Sommerweide und Talbetrieb wird als Transhumanz bezeichnet. Er ist eng mit der täglichen Arbeit der Bauernfamilien, der Haltung des Viehs und der Pflege der Weiden verbunden. Der Almabtrieb markiert den Abschluss dieser Arbeits- und Weidephase.

Wenn der Sommer ohne Zwischenfälle verlaufen ist, schmücken Bauernfamilien Kühe mit Blumen, Bändern und Kränzen; große Schellen gehören ebenfalls zum vertrauten Bild. Die Ausgestaltung des festlichen Empfangs unterscheidet sich von Herde zu Herde. Nach der Ankunft können Musik und regionale Speisen den Tag ergänzen. Wie groß der öffentliche Teil ausfällt, ist örtlich verschieden: Im einen Fall steht die Rückkehr der Tiere im Vordergrund, andernorts ist daraus ein ganzes Almabtriebsfest mit Begegnung und Bewirtung geworden.

Warum die Termine von Ort zu Ort variieren

Die Rückkehr verteilt sich in Südtirol gewöhnlich über die Zeit zwischen Mitte August und Mitte Oktober. Höhenlage, Witterung und Dauer der Almsaison bestimmen, wann die Tiere ihre Sommerweide verlassen. Darum können zwei benachbarte Täler ihre Herden an unterschiedlichen Tagen empfangen, und eine angekündigte Feier gehört immer zu einem bestimmten Ort und Jahr.

Auf dem Ritten ist der Almeintrieb am 24. August, dem Bartholomäustag, mit dem traditionellen Fest verbunden. Im Schnalstal ist der Schafabtrieb ein besonders weiter saisonaler Zug: Hirten führen die Herden über große Höhenunterschiede, über eine lange Strecke und über einen Gletscher zwischen Weidegebieten in Österreich und Italien. Kurzras und Vernagt sind bekannte Orte für die Rückkehr. Ein Kuhabtrieb im Dorf und die grenzüberschreitende Schafwanderung im Schnalstal haben jeweils eigene Wege und Abläufe.

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Schafschoad im Schnalstal

Mit der Ankunft der Schafe in Kurzras und Vernagt ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Bei der Schafschoad werden die Tiere ihren Besitzern zugeordnet und geschoren. Dieses Sortieren gehört zur Bewirtschaftung der gemeinsam genutzten Weide und macht sichtbar, dass die Herde aus Tieren verschiedener Eigentümer bestehen kann. Musik und bäuerliche Gerichte begleiten die Rückkehr und geben dem Arbeitsvorgang einen festlichen Rahmen.

Die Schafschoad verbindet Hirtenarbeit mit der Rückkehr in die Dörfer. Während im Schnalstal die Schafherden und ihre Sortierung den Empfang prägen, stehen bei anderen Almabtrieben geschmückte Rinder im Mittelpunkt. Entsprechend unterscheiden sich auch die Bilder, die Gäste beim Fest erleben.

Almabtrieb und herbstliche Ausflüge

Almabtriebe gehören zu den herbstlichen Veranstaltungen in Südtirol und zum bäuerlichen und kirchlichen Festjahr. In derselben Jahreszeit verbindet das Törggelen neuen Wein mit regionalen Gerichten. Bei einem Familienurlaub in Südtirol lassen sich die Tierheimkehr und das gemeinsame Essen beim Dorffest als unterschiedliche Teile eines Ausflugstags erleben.

Häufige Fragen zu Almabtrieben in Südtirol

Wann finden Almabtriebe statt?

Die Rückkehr der Herden fällt meist in die Zeit von Mitte August bis Mitte Oktober. Das genaue Datum hängt unter anderem von Höhenlage, Wetter und Länge der Almsaison ab.

Welche Tiere kehren von den Almen zurück?

Auf Südtirols Hochalmen verbringen Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde den Sommer. Bei den bekannten Almabtrieben stehen oft Kühe oder Schafherden im Mittelpunkt.

Warum sind manche Kühe geschmückt?

Nach einer guten, unfallfreien Almsaison werden Kühe häufig mit Blumen, Bändern, Kränzen und Schellen geschmückt. Die Ausgestaltung gehört zum festlichen Empfang der Tiere.

Was bedeutet Schafschoad?

Im Schnalstal werden bei der Schafschoad die Schafe nach ihren Besitzern sortiert und geschoren. Sie begleitet dort die Rückkehr der Herden und verbindet Festgeschehen mit praktischer Arbeit.