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Egetmann-Umzug in Tramin

Wenn der Egetmann-Hansl mit seiner Hochzeitsgesellschaft durch Tramin zieht, wird der Faschingsdienstag zum großen Dorfschauspiel. Schnappviecher, Schwarzfischer, Waschweiber und fantasievoll gestaltete Wagen prägen den Umzug. Erstmals urkundlich erwähnt ist der Traminer Brauch 1591; seine heutige Wirkung entsteht aus den Figuren, dem Lärm und der langen Vorbereitung im Ort.

Kurzfakten zum Egetmann-Umzug

  • Der Umzug findet am Faschingsdienstag eines ungeraden Jahres in Tramin statt.
  • Der Egetmann-Hansl führt eine Hochzeitsgesellschaft mit zahlreichen traditionellen Figuren an.
  • Die erste urkundliche Erwähnung des Brauchs stammt aus dem Jahr 1591.
  • Schnappviecher, Schwarzfischer, Waschweiber und die Altweibermühle gehören zu den bekannten Gestalten.
  • Der Wagenbau beginnt nach dem Dreikönigstag des Umzugsjahres und ist ein gemeinschaftliches Projekt.

Ein Traminer Fasnachtsbrauch mit langer Geschichte

Der Egetmann-Umzug ist fest mit Tramin an der Südtiroler Weinstraße verbunden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1591. Seit Jahrhunderten gehört der Umzug zur Ortsgeschichte; heutige Figuren und Inszenierung führen die lebendige Tradition weiter.

Im Mittelpunkt steht der Egetmann-Hansl mit seiner Hochzeitsgesellschaft. Das Hochzeitsmotiv ordnet die Gruppe als festlichen Zug, doch die Gesellschaft besteht aus viel mehr als Brautpaar und Gästen. Schnappviecher mit ihren auffälligen Köpfen, Schwarzfischer, Waschweiber, die Altweibermühle und weitere Figuren treten zwischen den Wagen auf. Die Mischung aus grotesken Charakteren, Hochzeitsbild und handgefertigten Kulissen verleiht dem Umzug sein eigenes Profil.

Figuren, Wagen und gemeinschaftliche Vorbereitung

Die Wagen bilden mit den Figuren eine zusammenhängende Inszenierung. Ihr Bau nimmt nach dem Dreikönigstag eines ungeraden Jahres Fahrt auf und bindet viele Traminer über lange Zeit ein. An der gemeinschaftlichen Arbeit beteiligt sich ein großer Teil der männlichen Dorfbewohner. Besonders sichtbar ist die Sorgfalt, mit der Wagen und Figuren für diesen Umzug vorbereitet werden.

Auch die Rollen prägen den Rhythmus des Zuges. Auf den Egetmann-Hansl und seine Hochzeitsgesellschaft folgen Gestalten, deren Namen und Erscheinung unmittelbar zum Ort gehören. Die Schnappviecher stechen als besonders bekannte Figuren hervor; Waschweiber und Schwarzfischer erweitern das Figurenensemble. Die Altweibermühle und die Wagen geben dem Geschehen weitere Szenen. Die wechselnden Figuren und Wagen bilden eine Reihe miteinander verbundener Szenen.

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Faschingsdienstag im ungeraden Jahr

Der Egetmann-Umzug wird am Faschingsdienstag eines ungeraden Jahres veranstaltet. Das genaue Datum wandert mit dem Kirchenjahr und ist deshalb jedes Mal ein anderes. Das Muster macht den Traminer Egetmann-Zug im Fasnachtskalender gut erkennbar.

Der Wagenbau beginnt bereits nach dem Dreikönigstag des betreffenden Umzugsjahres. Die Vorbereitung reicht weit über den Festtag hinaus und bildet einen eigenen Teil des Brauchs. Am Umzugstag treffen die fertigen Wagen und Figuren auf die Zuschauer entlang des Traminer Dorfgeschehens. In geraden Jahren findet am Faschingsdienstag der Kinder-Egetmann statt.

Laut, farbenfroh und nah am Publikum

Der Egetmann-Umzug ist ein körperlich lebhaftes und lautes Ereignis. Ruß, Staub und Sägespäne, die zu Kostümen und Inszenierung gehören, können auch die Gäste erreichen. Am Straßenrand können Gäste Teil des unmittelbaren Trubels werden. Ältere Kleidung eignet sich für den Besuch, weil Ruß und Staub Spuren hinterlassen können. Mit kleinen Kindern oder geräuschempfindlichen Begleitpersonen gehört die intensive Geräuschkulisse zur persönlichen Besuchsentscheidung.

Der Traminer Zug zeigt eine andere Fasnachtsform als die Bräuche in weiteren Orten Südtirols. Beim Zusslrennen in Prad stehen weiße Gewänder, Schellen und ein Lärmritual im Mittelpunkt; Tramin setzt stärker auf Hochzeitsgesellschaft, Figuren und Wagen. Beide gehören zum Brauchtum in Südtirol, dessen Formen sich von Ort zu Ort unterscheiden. Neben der Fasnacht prägen religiöse Feiern und Erntefeste die Veranstaltungen in Südtirol. Bei einem Familienurlaub in Südtirol hat der Kinder-Egetmann in den geraden Jahren seinen eigenen Platz im Kalender.

Häufige Fragen zum Egetmann-Umzug

Wann zieht der Egetmann durch Tramin?

Der Umzug findet am Faschingsdienstag eines ungeraden Jahres statt. Das konkrete Datum ändert sich mit dem beweglichen Faschingskalender.

Welche Figuren gehören zum Zug?

Im Zentrum stehen der Egetmann-Hansl und seine Hochzeitsgesellschaft. Zu den bekannten Gestalten zählen Schnappviecher, Schwarzfischer, Waschweiber und die Altweibermühle.

Seit wann ist der Egetmann-Umzug belegt?

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1591. Der Brauch ist eng mit Tramin verbunden und wird bis heute gemeinschaftlich vorbereitet.

Wie erleben Gäste den Umzug?

Der Zug ist laut und farbenfroh. Ruß, Staub und Sägespäne aus Kostümen und Inszenierung können auch auf die Zuschauer gelangen.