Marmor & Marillen in Laas
In Laas treffen beim Kulturfest Marmor & Marillen zwei Erzeugnisse des Vinschgaus aufeinander: der weiße Laaser Marmor und die Vinschger Marille. Marktstände, kulinarische Angebote, Kunst und Einblicke in die Steinbearbeitung machen das Fest zu einem Rundgang durch die lokale Produkt- und Handwerkskultur.
Kurzfakten zu Marmor & Marillen in Laas
- Das Kulturfest verbindet Laaser Marmorhandwerk mit der Vinschger Marille.
- Die 2026-Ausgabe fand am 1. und 2. August in Laas statt.
- 53 Marktstände standen entlang der Vinschgaustraße vom Peernstadl über die Pfarrkirche bis zur Laaser Marmorwelt.
- Zum Programm gehörten Marmorführungen, Ausstellungen, Musik, Marillenspezialitäten und Kinderangebote.
- Die Vinschger Marille gedeiht in geschützten Hochlagen rund um Laas und Schlanders auf etwa 500 bis 1.000 Metern.
Zwei Produkte prägen das Fest
Marmor steht für die Steinbearbeitung in Laas, Marillen für den Obstbau im Vinschgau. Auf dem Markt begegnen Gäste der Frucht und regionalen Erzeugnissen; in der Marmorwelt, bei Ausstellungen und Führungen tritt das Handwerk mit Stein in den Vordergrund.
Die Marille wird verkostet und in Süßspeisen verarbeitet, während Marmor über Skulpturen, Bearbeitung und die Geschichte des Steins erfahrbar wird. Musik, Marktleben und Angebote für Kinder ergänzen diese Verbindung von Genuss und Kultur.
Die Vinschger Marille: eine Frucht aus Höhenlagen
Rund um Laas und Schlanders wird die Vinschger Marille in geschützten Hochlagen etwa zwischen 500 und 1.000 Metern angebaut. Starke Temperaturschwankungen und geringe Niederschläge prägen die Anbaubedingungen. Die langsam reifende Frucht ist groß, gelb-orange und saftig; ihr süßer Geschmack wird von leichter Säure begleitet.
Da frisch geerntete Marillen nicht lange lagerfähig sind, ist die Erntezeit eng mit dem Genuss vor Ort verbunden. Marmelade bewahrt einen Teil des Aromas über die kurze Saison hinaus. Beim Fest wurde die Frucht 2026 an Marktständen verkauft und in Marillenknödeln, Kuchen und weiteren Spezialitäten angeboten. Wer Marille und Marmor gemeinsam erlebt, erkennt, wie unterschiedlich Landwirtschaft und Steinhandwerk die Identität eines Ortes prägen.
Laaser Marmor: Stein, Handwerk und Kunst
Laaser Marmor stammt aus den Brüchen oberhalb von Laas und Göflan. Der helle Stein gilt als besonders rein, hart, widerstandsfähig und wetterbeständig. Seine Nutzung reicht weit zurück: Marmor aus der Region wurde für Meilensteine an der Via Claudia Augusta sowie im Mittelalter für Portale, Wappensteine und Ornamente verwendet. Heute findet er Verwendung in Bauwesen, Architektur und Kunst.
Das Fest macht diese Handwerkstradition in Laas sichtbar. Die 2026-Ausgabe bezog die Laaser Marmorwelt und die Fachschule für Steinbearbeitung ein; dort wurden Einblicke in Steinbearbeitung und Marmor gezeigt. Geführte Marmor-Erlebnisrundgänge mit Werksbesichtigung bei Lasa Marmo verbanden die Orte und die Arbeit am Material. Die Führungen dauerten 2026 rund anderthalb Stunden.
Markt und Festbereiche in der Ausgabe 2026
Am 1. und 2. August 2026 bot der Markt mit 53 Ständen entlang der Vinschgaustraße regionale Produkte, Marillen und Kunsthandwerk aus Laaser Marmor. Die Strecke reichte vom Peernstadl im Oberdorf über die Pfarrkirche bis zur Laaser Marmorwelt. In den Festbereichen kamen Speisen wie frische Marillenknödel, hausgemachter Marillenkuchen und Strauben mit Marillenmarmelade auf die Tische; eine eigene Marillenbar ergänzte das gastronomische Angebot.
Ausstellungen an mehreren Kulturorten, Skulpturen und Musikgruppen schufen unterschiedliche Anlaufpunkte im Dorf. Besucher konnten zwischen kulinarischem Markt, Kunst und Handwerk wechseln. Diese Verbindung machte den Charakter des Festwochenendes 2026 aus.
Kinderangebote und Einblicke in die Steinbearbeitung
Das Programm 2026 band Kinder mit betreuten Spiel- und Kreativangeboten ein: Marillenkerne klopfen, im Marmorsandkasten spielen, Marmoranhänger basteln und Steine bemalen. Auch traditionelle Laaser Kinderspiele gehörten zum Fest. An der Fachschule für Steinbearbeitung ergänzten Einblicke in die Arbeit mit dem Material das Kulturprogramm.
Marmor & Marillen als Vinschger Kulturfest
Laas liegt im Vinschgau, einer Landschaft, in der Obstbau und Bergbaugeschichte nebeneinanderstehen. Das Fest übersetzt diesen örtlichen Zusammenhang in einen Tag für Markt, Kunst, Musik und Kulinarik. Es bietet einen konkreten Zugang zu zwei Produkten, die sonst in unterschiedlichen Zusammenhängen begegnen: Die Marille verweist auf die Obstgärten und die Saison, der Marmor auf Steinbruch, Werkstatt und künstlerische Verwendung.
Andere kulinarische Feste in Südtirol stellen Wein, Käse oder Kastanien in den Mittelpunkt. Das Ernteabschlussfest in Girlan verbindet den Jahreslauf mit Weinbau und Dorfleben. Wie andere Formen des Südtiroler Brauchtums lebt das Laaser Fest von der Beteiligung der örtlichen Gemeinschaft. Im Jahreslauf stehen daneben weitere kulturelle und saisonale Veranstaltungen in Südtirol.
Häufige Fragen zu Marmor & Marillen
Wann fand Marmor & Marillen 2026 statt?
Die Ausgabe 2026 war für Samstag, den 1. August, und Sonntag, den 2. August, in Laas angesetzt.
Was gab es beim Fest 2026 zu sehen und zu probieren?
Der Markt bot Marillen, regionale Produkte und Marmorhandwerk. Dazu kamen Marmorführungen, Ausstellungen, Musik und Marillenspezialitäten wie Knödel und Kuchen.
Was macht die Vinschger Marille aus?
Sie wächst in geschützten Hochlagen rund um Laas und Schlanders. Die lokal angebaute Frucht reift langsam und zeichnet sich durch süßen Geschmack mit leichter Säure aus.
Wie wird Laaser Marmor beim Fest erlebbar?
Ausstellungen, die Marmorwelt und geführte Erlebnisrundgänge mit Einblicken in die Bearbeitung zeigen Stein, Kunst und Handwerk aus der Umgebung von Laas.