Innichen
Unterkünfte in Innichen
Innichen, in den italienischen Ortsangaben San Candido genannt, verbindet bedeutende Sakralbauten, kunsthistorische Sammlungen und konkrete Möglichkeiten für Rad- und Pilgerreisen. Damit eignet sich der Ort besonders für Reisende, die ihren Aufenthalt in Südtirol kulturell ausrichten und zugleich eine aktive Unternehmung einplanen möchten. Eine besondere geografische Orientierung bieten die Quellen der Drau: Sie liegen drei Kilometer westlich von San Candido auf den Wiesen in Richtung Toblach.
Kultur zwischen Stiftskirche und Kapitelsmuseum
Das Ortsbild wird von der Stiftskirche von San Candido geprägt. Der romanische Sakralbau stammt aus dem 13. Jahrhundert und gilt als eines der bedeutendsten Sakralgebäude der Alpen. Wer sich für die religiöse und kunstgeschichtliche Seite Innichens interessiert, findet hier einen klaren Schwerpunkt für die eigene Tagesplanung.
Zu diesem kulturellen Schwerpunkt gehört auch die Chiesa dei Francescani in San Candido. Sie wurde 1697 eingeweiht. Ihr Kreuzgang enthält 31 Gemälde, die das Leben des heiligen Franz von Assisi darstellen. Die Bilder wurden zwischen 1706 und 1709 von Lukas Platzer geschaffen. Die Jahreszahlen und die Zahl der Gemälde geben dem Besuch einen konkreten historischen Rahmen, ohne dass daraus ein bestimmter Rundgang oder eine Aufenthaltsdauer abgeleitet werden muss.
Das MIK-Kapitelsmuseum erweitert den Blick auf die Geschichte des Ortes. Es beherbergt sakrale Kunst, den Domschatz, kunstvolle Textilien und eine umfassende Bibliothek. Außerdem gehören Funde aus der keltischen Frühzeit und der römischen Epoche zu seinen Beständen. So lässt sich ein Aufenthalt in Innichen nicht nur über einzelne Bauwerke, sondern auch über unterschiedliche Epochen und Formen regionaler Kultur einordnen.
Radfahren und Pilgern als eigene Reiseakzente
Neben der Kultur bietet Innichen einen klar benannten Ausgangspunkt für Radreisende. Der Radweg San Candido–Lienz verläuft entlang der Drau über 44 km. Er ist als leicht eingestuft und führt überwiegend abseits der Hauptstraßen. Diese Angaben helfen bei der Wahl zwischen einem kulturbetonten Aufenthalt und einer Reise, bei der eine längere Radstrecke den Schwerpunkt bildet. Die Länge von 44 km sollte dabei in die persönliche Tagesplanung einbezogen werden.
Auch Pilgernde finden in Innichen einen konkreten Bezugspunkt: Die fünfte Etappe des Pilgerwegs „Hoch und Heilig“ beginnt an der Stiftskirche von San Candido. Wer sich für sakrale Orte und Pilgerwege interessiert, kann diesen Etappenbeginn in die eigene Reiseplanung aufnehmen. Zusammen mit der Stiftskirche, der Chiesa dei Francescani und dem MIK-Kapitelsmuseum entsteht so ein vielseitiges kulturelles Profil.
Orientierung bei der Anreise
Für die Anreise mit dem Regionalzug des Pustertals ist die Richtung San Candido/Lienz maßgeblich. Der Zug hält in Villabassa, Dobbiaco, San Candido und Versciaco/Monte Elmo. Diese Haltepunkte bieten eine sachliche Orientierung für die Planung des Aufenthalts und helfen dabei, Innichen in den regionalen Verkehrsverlauf einzuordnen. Wer eine Unterkunft sucht, kann daher zunächst entscheiden, ob Kultur, Radfahren oder der Pilgerweg den persönlichen Schwerpunkt bildet, und anschließend die passende Lage im Angebot vergleichen.
Zur weiteren räumlichen Orientierung in Südtirol führen Verweise zu Oberinn, Vinschgau, Rein in Taufers, Völs Am Schlern, Fundres, Bozen, Rina und Ridanna.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bozen.