Nago-Torbole
Unterkünfte in Nago-Torbole
Nago-Torbole verbindet historische Zeugnisse in Nago und Torbole mit Wegen durch Olivenhaine, mediterrane Vegetation und Landschaften am Gardasee. Kirchen und Murales führen in die lokale Geschichte, Wege wie der Sentiero Busatte Tempesta oder die Strada di Santa Lucia öffnen den Blick auf die Landschaft, und am Wasser verläuft die Route des Sup Tour Conca d'Oro.
Kirchen, Festungen und Wandbilder
Die Chiesa di Sant'Andrea ist seit 1175 urkundlich belegt. Nach den Schäden durch den Durchzug der französischen Truppen unter General Vendôme im Jahr 1703 wurde sie im Barockstil wiederaufgebaut. Ihr Zugang ist barrierefrei und gut ausgeschildert. Damit bietet sie einen klar beschriebenen kulturellen Anlaufpunkt in Nago, ohne dass der Besuch mit einer Wanderung verbunden werden muss. Ebenfalls in Nago steht die Chiesa della Santissima Trinità. Ihr Bau begann im Mai 1618 auf Initiative der Familie Tonelli; 1636 wurde sie von Fürstbischof Carlo Emanuele Madruzzo geweiht. Im Inneren befinden sich ein aus Marmor gefertigter Hauptaltar und die Holzskulptur eines tirolischen Bildhauers des 15. Jahrhunderts. Einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte eröffnen die Murales von Nago: Dreizehn Wandbilder, die mit wenigen Ausnahmen die Künste und Berufe vergangener Zeiten darstellen, wurden zwischen 1996 und 1998 überwiegend von jungen lokalen Künstlern geschaffen. In Torbole erinnert das Casello del Dazio an wechselnde Aufgaben eines historischen Gebäudes. Es diente zunächst als Zollstelle und später als Unterkunft für österreichische Zollbeamte. Im Forte superiore di Nago befindet sich heute das neue Kulturzentrum der Gemeinde Nago-Torbole. Im Erdgeschoss ist die neue Bibliothek untergebracht, im ersten Obergeschoss ist ein Raum für kulturelle Aktivitäten vorgesehen.Wege am Gardasee und durch Nago
Wer den Landschaftsraum zu Fuß erkunden möchte, findet unterschiedliche Routen. Der Sentiero Busatte Tempesta führt an einem steilen, direkt über dem Gardasee gelegenen Berghang durch dichte mediterrane Vegetation. Zu ihm gehören eiserne Treppen mit mehr als 400 Stufen. Die Strada di Santa Lucia war über Jahrhunderte die wichtigste Verbindung zwischen dem Gardasee und Nago und bietet heute einen Spaziergang durch Olivenhaine mit Panoramablick auf den See. Der Sentiero della Pace 11 beginnt in Nago, führt über eine von Weinbergen bewirtschaftete Hochebene und geht anschließend in den Weg 601 über. Die Route Dalle Marmitte al Perlone verbindet die Marmitte dei Giganti mit dem Castagneto di Nago. Entlang dieser Route sind heute Abschnitte von Schützengräben und von örtlichen Vereinen geborgene Bauwerke sichtbar und besuchbar. Ein Abschnitt der La linea blu dell'Alto Garda führt vom Zentrum von Torbole bergauf in Richtung Busatte und anschließend nach Nago.Felsformationen und Wasserwege
Die Marmitte dei Giganti liegen in Torbole in einer Panoramalage nahe der Staatsstraße; ein Halt dort wird empfohlen. Es handelt sich um eiszeitliche Gletschertöpfe mit einem Durchmesser von 4 oder 5 Metern und einer Tiefe von 10 oder 12 Metern. Sie entstanden, als Schmelzwasser in Gletscherspalten stürzte und wirbelnde Steine den Fels zu schüsselförmigen Vertiefungen formten. Castel Penede ist nach seiner Zerstörung im Jahr 1703 eine Ruine auf einem Felssporn zwischen dichter Vegetation mit einem Panorama über den Gardasee. Der Zugang führt über eine von einer Schranke versperrte Forststraße und anschließend über einen unebenen Weg zu Fuß oder mit Spezialfahrzeugen. Für Tage am Wasser folgt die Route des Sup Tour Conca d'Oro der Nordküste des Gardasees von Riva bis Torbole. Der kleine Hafen von Torbole bietet weiterhin mehreren Booten Schutz, die von Einwohnern zum Fischen genutzt werden. Weitere Orte zur Orientierung: Vigolo Baselga, Bolbeno, Mattarello, Locca, Castello-Molina di Fiemme, Fai della Paganella, Pera, Lago.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trient.
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