Tassullo: Kirchenkunst und Wege durch die Natur
Unterkünfte in Tassullo
Tassullo lässt sich über unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: Der Cammino Jacopeo d’Anaunia führt durch den Ort, Wege erschließen Wald- und Feldlandschaften, und Kirchen sowie Castel Valer geben Einblick in die regionale Bau- und Kunstgeschichte. Wer den Aufenthalt plant, kann daher nach dem eigenen Interesse wählen: eine Wegstrecke, die durch ihre Markierung auffällt, ein Naturraum mit einem Rundweg oder historische Kunst und Architektur.
Markierte Wege und geschützte Natur
Der Cammino Jacopeo d’Anaunia ist mit gelben Muscheln und Wegweisern markiert und führt durch Tassullo. Die Zeichen geben dem Weg eine erkennbare Orientierung; der Pilgerweg lässt sich so als eigenes Thema in die Reiseplanung aufnehmen. Eine andere Landschaft zeigt die Passeggiata al Roplan: Sie verläuft durch die Wälder rund um das Malghetto di Tassullo und über die Felder des Roplan. Wer sich für Wege interessiert, kann diese beiden beschriebenen Erlebnisse nach ihrem jeweiligen Charakter unterscheiden, ohne sie zu einer gemeinsamen Route zusammenzufassen.
Ein weiterer Ausflug führt in die Schlucht von Santa Giustina. Der dortige Rundweg führt zu den Überresten der alten Einsiedelei Santa Giustina. Die Forra di Santa Giustina ist ein Naturschutzgebiet des Trentino, das Flora und Fauna dieses Lebensraums schützt. Für die Anreise zu diesem Rundweg ist auch der öffentliche Verkehr eine Möglichkeit: Er ist über die Bahnstation Tassullo erreichbar. Damit lässt sich eine Natur- und Geschichtserfahrung mit einer Anreise per Bahn verbinden.
Auch die terrassierten Obstgärten gehören zum Landschaftsbild: Sie ziehen sich von Tassullo bis zum rechten Ufer des Flusses Noce hinab. Zusammen mit den Wäldern und den Feldern des Roplan ergeben sich unterschiedliche Landschaftsthemen für Spaziergänge und Ausflüge. Wer seine Zeit vor allem draußen verbringen möchte, kann sich an den genannten Wegen und ihren jeweils beschriebenen Umgebungen orientieren.
Kirchenkunst und Castel Valer
Santa Maria Assunta in Tassullo ist eine gotische Kirche im clesianischen Stil. Ihr rechteckiger Grundriss, die fünfseitige Apsis und die gotischen Maßwerkfenster prägen ihre architektonische Beschreibung. Auch ihre Geschichte ist mit einem konkreten Datum verbunden: Der Altar wurde am 10. August 1101 geweiht; dabei wurden dort 66 Reliquien von Märtyrern und Heiligen niedergelegt. Diese Details geben einem Besuch einen kunst- und geschichtskundlichen Schwerpunkt.
Der ehemalige Holzaltar der Kirche wird heute im Museo Diocesano di Trento aufbewahrt. Wer sich für das historische Inventar interessiert, kann deshalb zwischen dem Kirchenbau in Tassullo und dem heute im Museum verwahrten Altar unterscheiden. Die beiden Orte stehen hier über die Geschichte des Altars in Beziehung.
Bei Castel Valer verbindet sich Architektur mit Malerei. In der Kapelle San Valerio befindet sich ein Freskenzyklus aus dem 15. Jahrhundert, geschaffen von den bergamaskischen Malern Giovanni und Battista Baschenis. Der achteckige Turm von Castel Valer ist über 40 Meter hoch und gilt als der höchste seiner Art im Trentino. Castel Valer kann im Rahmen einer geführten Besichtigung besucht werden; dafür ist eine Reservierung im Voraus erforderlich. Wer den Besuch einplanen möchte, sollte diese Bedingung berücksichtigen und den Termin vorab reservieren.
So bietet Tassullo verschiedene Anknüpfungspunkte für die Wahl des Aufenthalts: Wege durch Wald und Felder, den Rundweg in der Schlucht von Santa Giustina oder eine Beschäftigung mit Kirchenbau, Fresken und Castel Valer. Welche davon den Ausschlag gibt, hängt davon ab, ob Naturerlebnis oder Kulturgeschichte im Mittelpunkt der Reise stehen soll.
Weitere Orte im Navigationsangebot: Lavarone, Fai della Paganella, Rumo, Vervò, Pietramurata, Aldeno, Bolbeno, Piscine.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trient.