Pieve Di Bono
Unterkünfte in Pieve Di Bono
Pieve di Bono spricht Reisende an, die Kulturgeschichte und Wege durch das Valle del Chiese in ihre Reise einbeziehen möchten. Der Ort bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Kirchen und historische Sitze erzählen von der Geschichte der Giudicarie, während Radwege und ein botanischer Wanderweg eigene Möglichkeiten für aktive Tage eröffnen. Für die Wahl eines Reiseziels ist daher interessant, ob Sie eher Kulturstätten, eine Strecke mit dem Rad oder einen Weg durch den Wald in den Mittelpunkt stellen möchten.
Kirchen und historische Spuren
Pieve di Bono ist eine der sieben alten Pievi, die das Gebiet der Giudicarie bildeten. Auch die Kirche Santa Giustina verweist auf eine lange Geschichte: Sie stammt aus der Zeit vor 1200; ihre erste urkundliche Erwähnung datiert auf den 5. September 1221. In der Kapelle der Pfarrkirche befinden sich Fresken aus dem 15. Jahrhundert im gotisch-giottesken Stil, geschaffen von Giovanni Badile. Wer sich für Kirchenkunst und mittelalterliche Geschichte interessiert, findet hier konkrete Namen und Zeitangaben, an denen sich ein Besuch thematisch ausrichten lässt.
Castel Romano war der Sitz der Herren von Arco und Lodrone; das Castel und sein Park stammen aus dem Jahr 1253. Der Sentiero Botanico führt in Serpentinen durch den Wald bis unter die Mauern von Castel Romano. Damit verbindet sich die Beschäftigung mit der historischen Anlage mit einer beschriebenen Wanderroute, ohne dass die Tour auf einen reinen Besichtigungspunkt beschränkt ist. Ein weiterer kulturgeschichtlicher Bezug ist das historische ländliche Gebäude in Frugone (Agrone), das Sitz der Magnifica Comunità Generale war. Zu den Sehenswürdigkeiten von Pieve di Bono zählen außerdem Forte Carriola und seine österreichischen Befestigungsanlagen.
Wandern und Ausblicke
Der Sentiero Botanico verläuft in Serpentinen durch den Wald und weist einen Höhenunterschied von knapp 100 Metern auf. Diese Angabe kann bei der persönlichen Tourenplanung helfen; sie beschreibt den Höhenunterschied, nicht die Dauer oder den Schwierigkeitsgrad des Weges. Für einen Ausflug, bei dem Natur und Kulturgeschichte zusammenkommen sollen, ist auch das Ziel des Weges ein prägnanter Orientierungspunkt: Er führt bis unter die Mauern von Castel Romano.
Eine andere Perspektive auf die Landschaft bietet sich bei den Ruinen der Chiesetta di San Martino. Von dort reicht der Blick auf die umliegende Landschaft und das darunterliegende Valle del Chiese. Wer bei einem Aufenthalt neben historischen Bauwerken auch einen Landschaftsblick einplanen möchte, kann diesen Ort als eigenen Schwerpunkt betrachten. Die beiden Interessen lassen sich so gedanklich unterscheiden: Der Sentiero Botanico führt durch den Wald in Richtung Castel Romano, während die Ruinen der Chiesetta di San Martino mit dem Blick ins Tal verbunden sind.
Radwege im Valle del Chiese
Für Radreisende sind zwei unterschiedlich beschriebene Wege relevant. Die Ciclovia della Valle del Chiese ist etwa 37 Kilometer lang und führt zur Kirche Santa Giustina in Pieve di Bono. Sie ist außerdem ein guter Ausgangspunkt, um Spuren des Ersten Weltkriegs wie Laufgräben, Schützengräben und Stellungen zu entdecken. Die ungefähre Streckenlänge ist ein hilfreicher Maßstab für die Tagesplanung; sie sollte als Länge der Ciclovia verstanden werden und sagt für sich genommen nichts über die benötigte Fahrzeit aus.
Die Pista Ciclabile Valle del Chiese Bondo-Baitoni führt nach Cologna, einem Ortsteil von Pieve di Bono. Auf dieser Strecke wechseln Abschnitte eines Rad- und Fußwegs mit asphaltierten Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen. Die Route kreuzt dabei niemals Staats- oder Provinzstraßen. Für die eigene Streckenwahl ist dieser Wechsel wichtig: Nicht der gesamte Weg verläuft auf einem Rad- und Fußweg. Zugleich folgt die Pista dem Lauf des Flusses Chiese, eines Nebenflusses des Lago d'Idro, durch eine ländliche Landschaft.
Pieve di Bono lässt sich damit über verschiedene Interessen einordnen: über die Geschichte der alten Pievi und die Kunst in Santa Giustina, über Castel Romano und weitere historische Sehenswürdigkeiten oder über Wandern und Radfahren im Valle del Chiese. Welche dieser Aspekte für Ihren Aufenthalt den Ausschlag gibt, hängt davon ab, ob Sie Kulturstätten, einen Waldweg oder eine längere Radtour bevorzugen.
Weitere Ortsseiten: Nogaredo, Eichholz, Maderno, Mezzano, Bolbeno, Steinegg, Lombardi, Madonna di Campiglio.
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