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Schloss Schenna: Geschichte, Mausoleum und Besichtigung

Schloss Schenna oberhalb von Meran erzählt von wechselnden Tiroler Besitzern, der Familie des Erzherzogs Johann und dem Leben in einem Adelssitz des 19. Jahrhunderts. Zum Besuch gehören drei eigenständige Ziele: die geführten Schlossräume, das neugotische Mausoleum und die Schlosskapelle.

Schloss Schenna Südtirol Modernisierte Umbauten ehemaliger Burgstallungen Foto: Markus Lenk

Kurzfakten zu Schloss Schenna

  • Margarethe Maultasch beauftragte 1346 Petermann von Schenna mit dem Bau.
  • Seit 1845 ist die Anlage mit Erzherzog Johann und den Grafen von Meran verbunden.
  • Die historischen Wohnräume geben Einblick in das Schlossleben des 19. Jahrhunderts.
  • Schloss, Mausoleum und Kapelle haben getrennte Besuchsangebote.
  • Die Besichtigungssaison 2026 des Schlosses endet am 30. Oktober.

Von Petermann von Schenna zu Erzherzog Johann

1346 beauftragte Margarethe Maultasch ihren Burggrafen Petermann von Schenna mit dem Bau. Im Lauf der folgenden Jahrhunderte wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer. Dazu gehörten die Starkenberger, Kaiser Maximilian I., die Lichtensteiner und die Familie Bettoni.

1845 erwarb Erzherzog Johann von Österreich Schloss Schenna. Seine Nachkommen, die Grafen von Meran, sind bis heute Eigentümer und Bewohner. Die Anlage ist zugleich Stammsitz der Familie. Im Schloss sind Räume aus früherer Familiennutzung erhalten; sie vermitteln, wie ein adeliger Haushalt im 19. Jahrhundert eingerichtet war.

Zum Besitz gehörte auch der Thurnerhof, den Erzherzog Johann 1852 als landwirtschaftliche Grundlage erwarb. Heute ist dort außerdem ein Wirtshaus untergebracht. Die Lage oberhalb Merans eröffnet zugleich den Blick über das Burggrafenamt.

Mausoleum und Schlosskapelle unterscheiden

Das neugotische Mausoleum steht am Schenner Kirchhügel im Ortskern. Es dient als Grablege der Familie. Der Bau entstand zwischen 1860 und 1869.

Auch die Schlosskapelle hat eigene Termine und Bedingungen. Schlossbesichtigung, Mausoleum und Kapelle sollten bei der Zeitplanung als getrennte Angebote betrachtet werden: Sie haben unterschiedliche Treffpunkte, Zeiten und Zugangsformen.

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Besichtigungen in der Saison 2026

Das Schloss ist vom 30. März bis 30. Oktober 2026 ausschließlich im Rahmen einer Führung zugänglich. Diese finden dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags um 11.30 und 15 Uhr statt; zusätzlich gibt es montags und donnerstags Abendführungen um 21 Uhr. Für Schlossführungen ist eine Onlineanmeldung erforderlich, die Mindestgruppe umfasst sechs Erwachsene. Tagsführungen sind für Kinder ab sechs Jahren, Abendführungen ab zehn Jahren vorgesehen. Der Schlossbesuch ist nicht barrierefrei; innen sind Fotografieren und Hunde nicht gestattet. Kartenzahlung ist nicht möglich.

Das Mausoleum öffnet vom 31. März bis 29. Oktober 2026 dienstags und donnerstags um 9.30 Uhr für eine Führung. Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich; der Treffpunkt ist direkt am Mausoleum. Die Kapelle kann vom 13. Mai bis 28. Oktober 2026 mittwochs um 10 Uhr bei einer deutschsprachigen Führung besichtigt werden. Diese dauert 30 Minuten und ist für Kinder nicht geeignet.

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