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Etschtal-Radweg: der Südtiroler Abschnitt

Der Etschtal-Radweg führt durch den Westen und Süden Südtirols entlang der Etsch. Auf knapp 150 Kilometern verbindet die Südtiroler Route den Raum am Reschensee mit dem Vinschgau, dem Meraner Land und dem Unterland. Apfelhaine, Promenaden und Weinbauflächen prägen die Landschaften, durch die der Fluss nach Süden weiterzieht.

Etschtal Radweg Postkartenidylle in Südtirol Foto: (c) VinschgerEngl

Kurzfakten zum Etschtal-Radweg

  • Der Südtiroler Abschnitt der Via Claudia Augusta umfasst knapp 150 Kilometer.
  • Die Route verläuft vom Raum Reschensee durch den Vinschgau, das Meraner Land, Bozen und das Unterland.
  • Am westlichen Rand des Bozner Stadtgebiets liegt die Hauptroute; ein Abzweig am Eisack führt in die Innenstadt.
  • Eine eigene Variante beginnt an der Kirche Maria Himmelfahrt in Marling und erreicht den Etschtal-Radweg bei Andrian.

Vom Vinschgau durch das Etschtal

Im Norden beginnt die Südtiroler Streckenfolge am Reschensee. Von dort führt sie durch den Vinschgau nach Meran und weiter südwärts über Bozen und das Unterland. Die Etsch gibt der Route ihre Richtung, während sich die Umgebung verändert: Im Vinschgau liegen Obsthaine und offene Talräume, im Meraner Land folgen Promenaden und Siedlungen dem Fluss, südlich von Bozen prägen Weinbau und warme Talhänge das Bild.

Die Via Claudia Augusta hat als gesamte Fernroute mit mehreren Ästen eine Länge von rund 700 Kilometern. Jenseits der Provinz führt der Verlauf durch das Trentino in Richtung Verona; dort setzt sich die Etsch durch weitere Landschaftsräume fort.

Bozen und die Übergänge zwischen den Tälern

Im Bozner Raum verläuft die Hauptroute am westlichen Stadtrand. Wer das Zentrum besuchen möchte, kann am Eisack in die Innenstadt abzweigen und anschließend wieder zur Etsch zurückkehren. Südlich der Stadt setzt sich die Route über Leifers, Neumarkt und Salurn fort.

Eine alternative Zufahrt beschreibt die Route ab der Kirche Maria Himmelfahrt in Marling. Sie führt über Tscherms und Lana nach Nals und Andrian; erst dort wechselt sie auf den Etschtal-Radweg. Für die Fahrt gehören ein verkehrssicheres Fahrrad, Helm, Getränke und eine kleine Reparaturausrüstung zur empfohlenen Vorbereitung.

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Regionale Ziele entlang des Weges

Der Vinschgau verbindet die Radstrecke mit Orten und Kulturzielen wie Glurns, der Churburg, dem Laaser Marmor und Schloss Juval. St. Prokulus in Naturns und die ehemalige römische Zollstation an der Töll sind weitere Kulturziele im Vinschgau. Weiter südlich verweisen Neumarkt und Salurn auf die lange Geschichte des Etschtals: Neumarkt war eine römische Straßenstation, während die Salurner Klause als Übergang und Sprachgrenze gilt.

Die Via Claudia Augusta erinnert an eine römische Handelsverbindung über die Alpen. In Trient teilte sich die Straße in einen westlichen Ast Richtung Verona und einen östlichen über Feltre nach Altinum. Zwischen Meran und Bozen verläuft als einzelne Etappe der Etsch-Radweg von Meran nach Bozen.

Teil einer Südtiroler Radregion

Der Etschtal-Radweg gehört zum Radwegenetz Südtirols. Im Eisacktal verläuft mit dem Eisacktal-Radweg eine andere Flussroute, die sich bei Bozen mit dem Etschtal verbindet.

Saskia Epler