Zum Inhalt

Passeiertal-Radweg von Meran nach St. Leonhard

Der Passeiertal-Radweg führt von Meran nach St. Leonhard in Passeier. Die einfache Strecke ist 19,5 Kilometer lang und steigt insgesamt 369 Höhenmeter an; der höchste Punkt liegt auf 671 Metern. Unterwegs folgt die Route der Passer aus dem Meraner Stadtgebiet an Riffian vorbei über St. Martin nach St. Leonhard. Sandhof und das MuseumPasseier geben dem Ziel eine besondere historische Tiefe.

Radweg Passeiertal Kurze Pausen beim Radeln tun gut Foto: www.suedtirol-netz.de

Kurzfakten zum Passeiertal-Radweg

  • Einfache Strecke von Meran nach St. Leonhard: 19,5 Kilometer
  • 369 Höhenmeter bergauf und fünf Meter bergab
  • Höchster Punkt: 671 Meter
  • Die Route ist durchgehend beschildert und verläuft größtenteils auf Naturstraßen
  • Streckenverlauf: Meran, Riffian, Quellenhof, St. Martin und St. Leonhard

Von Meran entlang der Passer ins Passeiertal

Der Start liegt an der Postbrücke im östlichen Meraner Zentrum. Von dort führt die Route durch den Elisabethpark, wo sich Radfahrende und Fußgänger die Promenade teilen. Vor der Römerbrücke steigt der Weg in Serpentinen an. Nach einem steileren Stück erreicht sie am Ortsausgang eine Unterführung. Dahinter biegt die Route links zum Radweg an der Passer ab. Sie folgt zunächst dem orografisch linken Ufer und quert den Fluss dann über eine Stahlbrücke.

Am Fußballplatz von Riffian vorbei führt der Weg zu einer Brücke unterhalb der Talstation der Hirzer-Seilbahn. Nach dieser Brücke geht es rechts am Campingplatz vorbei nach Quellenhof, weiter nach St. Martin und schließlich nach St. Leonhard. Die Strecke ist als leicht eingestuft, weist auf dem Weg ins Tal aber einen deutlichen Anstieg auf.

Der Passeiertal-Radweg gehört zum Radwegenetz Südtirols. Von Meran führt auch der Etsch-Radweg Richtung Bozen auf einer eigenen Strecke aus der Stadt. Meran liegt auch am Etschtal-Radweg, der von Norden nach Süden durch Südtirol führt.

Anzeige

Sandhof und die Geschichte des Passeiertals

Bei St. Leonhard liegt der Sandhof, der Geburts- und Wohnort Andreas Hofers. Hofer wurde 1767 dort geboren und starb 1810. Am Hof wurden Waren von Fuhrwerken aus Meran für den Weitertransport über den Jaufenpass Richtung Sterzing umgeladen. Sein Name erinnert an Sand und Schotter, die nach Überschwemmungen der Passer am Ufer abgelagert wurden.

Das MuseumPasseier ist in einem früheren Stall- und Stadelgebäude des Sandhofs eingerichtet. Es wurde 2001 eröffnet und 2002 offiziell übergeben; 2009 kam eine unterirdische Erweiterung hinzu. Die Dauerausstellung „Helden & Hofer“ behandelt den Tiroler Aufstand von 1809, Hofers Leben und die Entstehung des Heldenbildes. Ein Film von rund 15 Minuten ergänzt den Museumsbesuch. Nahe dem Hof steht außerdem die 1899 eingeweihte Hofergedächtniskapelle; der Sandhof ist seit 1982 denkmalgeschützt.

Saskia Epler